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Ukraine-Spenden aus Murcia: Sammelstellen für Kleidung und Medikamente

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Von: Sandra Gyurasits

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Eine Gruppe von Frauen, Männern und Kindern mit Ukraine-Fahnen demonstrieren in Cartagena gegen den Krieg.
Ukraine-Spenden aus Murcia: Auch in Cartagena demonstrieren die Menschen gegen den Krieg. © Rathaus Cartagena

Auch die Gemeinden in der Region Murcia sammeln Spenden für die Ukraine. Die ersten Ladungen sind bereits unterwegs und die erste Flüchtlingsfamilie angekommen.

Murcia – Die Region Murcia hat ihre „vollste Unterstützung“ für die Ukraine bekundet. Die Region nehme Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf, stelle Ärzte, Pfleger sowie medizinisches Material zur Verfügung, sagte Murcias Landesministerpräsident Fernando López (PP). Die Krankenhäuser seien bereit, um Verletzte zu versorgen. Konkret handelt es sich um 503 Krankenhausbetten und 44 Plätze auf den Intensivstationen sowie 482 Plätze für Flüchtlinge, die noch aufgestockt werden können.

López Miras traf sich mit Vertretern ukrainischer Verbände in der Region Murcia, um „Mitgefühl und die Zuneigung aller Murcianer für das ukrainische Volk“ auszudrücken und jegliche Art von Hilfe zuzusichern. In der Region Murcia leben rund 8.000 Ukrainer, in ganz Spanien sind es 100.000.

Auch Cartagena packt mit an. Das Rathaus hat im Sicherheitspark des Zivilschutzes eine Art Logistikzentrum eingerichtet, in dem alle Hilfsgüter und Spenden für die Ukraine gesammelt, sortiert und weitergeleitet werden, wie Bürgermeisterin Noelia Arroyo (PP) in Cartagena sagte. Dabei werden drei Hauptbereiche getrennt: Medikamente für Krankenhäuser in der Ukraine, Kleidung und Lebensmittel für die Zivilbevölkerung und Schutzkleidung für das Militär. Gemeinsam mit Nachbarschaftsvereinen und sozialen Organisationen sollen in jedem Viertel Sammelstellen eingerichtet werden, die Spenden zu bestimmten Zeiten annehmen.

Zum Thema: Russlands Krieg gegen die Ukraine - So reagiert Spanien

In folgenden weiteren Stellen können Spenden und Hilfsgüter für die Ukraine abgegeben werden:

Gebeten wird um konkrete Spenden

Die erste Ladung ist bereits unterwegs in die Ukraine. Am 2. März startete die dreiköpfige Familie Turchenyak aus Cartagena mit rund einer Tonne Lebensmitteln und Hilfsgütern an Bord eines Lieferwagens. Unterdessen ist auch die erste Flüchtlingsfamilie aus dem Kriegsgebiet in Cartagena angekommen. Nach Angaben des Präsidenten der Vereinigung der in Cartagena lebenden Ukrainer, Oleksander Nohachevsky, sind die fünf Mitglieder, darunter zwei Minderjährige, bei Bekannten untergekommen. Zwei weitere Familien, Mütter mit ihren Kindern, befinden sich bereits in Polen und Rumänien und werden in den nächsten Tagen in Cartagena erwartet. Das schwierigste sei, eine Fahrgelegenheit zu finden, sei es mit dem Auto, Bus oder Zug, sagte Nohachevsky.

Die Vizepräsidentin und Landesministerin für Soziales von Murcia, Isabel Franco, versicherte, dass jeder Minderjährige aus der Ukraine, der der Region zugewiesen wird, aufgenommen und untergebracht werde. Gemeinsam mit Hilfsorganisationen für Flüchtlinge und Vereinigungen von Ukrainern in Murcia werde an einem Konzept gearbeitet. Es seien bereits tausende Angebote eingegangen, um Flüchtlinge aufzunehmen, sagte Franco. Die Aufnahme und Unterbringung müsse jedoch einheitlich geregelt werden.

Der Landesministerpräsident von Murcia, Fernando López Miras, spricht mit zwei Vertreterinnen ukrainischer Verbände.
Ukraine-Spenden aus Murcia: Murcias Landeschef Fernando López Miras (r.) im Gespräch mit Vertreterinnen urkainischer Verbände in Murcia. © Carm

Wer helfen möchte, kann sich an folgende Organisationen wenden:

Zum Thema: Spenden und Sammelaktionen für Ukraine an der Costa del Sol.

Und: Spenden und Sammelaktionen an der Costa Blanca.

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