In Sevilla sind am vergangenen Sonntag rund 20.000 Personen auf die Straßen gegangen. Foto: EFE

Weiße Wellen des Protests

Gleich durch die Straßen von vier Städten rollten am vergangenen Sonntag Wellen aus weißen Luftballo...

Gleich durch die Straßen von vier Städten rollten am vergangenen Sonntag Wellen aus weißen Luftballons. In Granada waren rund 55.000 Personen, teils mit diesen Ballons in den Händen, auf die Straßen gegangen, um gegen die Kürzungen im andalusischen Gesundheitssystem SAS zu demonstrieren. Dies war seit Oktober die dritte Demonstration. Die Demonstranten haben dort die andalusische Landesregierung dazu aufgerufen, von einer Fusion zweier Krankenhäuser abzusehen und zwei eigenständige Einrichtungen mit kompletten Notaufnahmen beizubehalten. Unter den Demonstranten befand sich auch der Sekretär der Linkspartei Podemos, Íñigo Errejón. Durch die Straßen von Huelva und Sevilla zogen jeweils rund 20.000 Demonstranten. In Málaga brachten etwa 5.500 Personen ihren Missmut zum Ausdruck. In Sevilla forderten die Demonstrierenden, eine „höhere Qualität der Gesundheitsversorgung“. Der Demonstration in Sevilla hatten sich auch der Sekretär von Podemos Andalucía, Nacho Molina und der Koordinator der Partei IULV-CA, Antonio Maíllo, angeschlossen. In einer Pressemitteilung informierte die andalusische Landesregierung darüber, dass sie den „Forderungen der Bürger höchsten Respekt zolle“, während das andalusische Gesundheitsministerium betonte, „jederzeit zu einem Dialog bereit zu sein“.

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