300 Migranten eingetroffen

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Mitarbeiter der spanischen NGO Proactiva helfen einem Kind von Bord des spanischen Rettungsschiffs "Open Arms". Foto: dpa

Algeciras – dpa.  Ein Rettungsschiff mit mehr als 300 Migranten an Bord ist nach einwöchiger Fahrt auf dem Mittelmeer in Spanien eingetroffen. Die „Open Arms“ lief am Freitag gegen neun Uhr in den Hafen von Campamento bei Algeciras im Süden des Landes ein, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Italien und Malta hatten sich zuvor erneut geweigert, die von der privaten spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms geretteten Menschen an Land zu lassen.

Wie früher in ähnlichen Fällen erklärte Spanien sich daraufhin bereit, die Menschen aufzunehmen. Für das Rettungsschiff der deutschen Organisation Sea-Watch löste sich die Situation unterdessen noch nicht: Die Seenotretter warteten auch am Freitag mit 32 Geretteten an Bord, dass ihnen ein Anlandehafen zugewiesen wird.

Als die Küste der spanischen Region Andalusien in Sicht kam, reagierten die Migranten mit großer Freude. „Sie waren sehr glücklich und haben zu singen angefangen. Wir haben die Kinder an Deck geholt und ihnen Schokolade gegeben“, sagte Missionschef Gerard Canals der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press.

Nach ihrer Rettung unweit der libyschen Küste hatten die Migranten das Weihnachtsfest an Bord verbracht. Sie wurden von einem weiteren Schiff der spanischen Hilfsorganisation, der „Astral“, mit Proviant und Medikamenten versorgt. Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen an Bord wurden mit Weihnachtsmützen ausgestattet.

Die Migranten waren auf drei Booten unterwegs, als sie am vorigen Freitag gerettet wurden. Italiens Innenminister Matteo Salvini machte damals aber einmal mehr klar, dass die Häfen des Landes für zivile Schiffe „geschlossen“ seien. Die populistische Regierung in Rom fährt einen extrem harten Kurs gegen Einwanderer, weshalb seit diesem Jahr immer mehr Migranten direkt Spanien ansteuern. (dpa)

 

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1 KOMMENTAR

  1. Liebe Leute, Arme und Notleidende unterstützen, ist Menschenpflicht. Nur – können die Europäer die Soziallasten Afrikas und Asiens tragen? Nein. Früher oder später müssen die Grenzen geschlossen werden. Wie gingen denn die Deutschen 1946 mit den DEUTSCHEN aus dem Sudetenland, aus Polen oder aus Rumänien um? Gleich ob es sich um Flüchtlinge oder Heimatvertriebene handelte – oder etwas später um Spätheimkehrer aus dem Krieg? Erbärmlich, unchristlich, eine Schande! Und jetzt „zeichnen“ sich diese Nachkommen aus – und ein Afrikaner sagte zu meinem Nachbarn, als er das Fahrrad aufgehoben hat: „Nix Trekking?“ Es wäre gut, wenn die europäische Bevölkerung gegen die Rüstungsausfuhr Flagge zeigen würde! Beste Grüße F. M.

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