Der ultimative Freifall-Kick

Auf der Kartbahn in Campillos erleben Besucher im vertikalen Windkanal von Fly4Real aufregende Minuten

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Trainer James Lafferty zeigt seinen Schülern, was er im Freifallsimulator drauf hat – und was möglich ist. Fotos: Wiltrud Schwetje

Campillos – ws. „Eigentlich hätte Tom Cruise in diesem Windtunnel für seinen Film Mission Impossible 4 trainieren sollen“, plaudert Alex Hewitt, Manager der Firma Fly4Real in Campillos. Aber Tom Cruise sei eben Tom Cruise, und als er den für ihn vorgesehenen Freifallsimulator zum ersten Mal in Augenschein genommen habe, hätte er gesagt, der sei zu klein, er wolle einen größeren. „Wir haben ihm dann für fünf Millionen Euro den weltgrößten Windtunnel entworfen und gebaut“, fährt der 24-jährige Brite fort. Den vom Schauspieler verschmähten Simulator habe seine Familie später zu einem guten Preis kaufen können und nach Andalusien gebracht.
Hört sich an wie ein Mittelmeerschwank, könnte man denken. Doch Alex‘ Vater, Allan Hewitt, ist ein Experte, wenn es darum geht, sich mit einem Fallschirm auf dem Rücken aus Flugzeugen zu stürzen und waghalsige Abenteuer zu bestehen. Auch das entsprechende Skydiver-Equipment kann er entwerfen und bauen. Nach seiner Laufbahn beim Militär hat er sich seit 1991 nicht nur bei einer 50-Mann-Show vor Prinz Charles in die Tiefe gestürzt, er ist ins Wembley-Stadion und mit einem Union Jack-Fallschirm in den Buckingham Palace gesprungen. Zudem hat er die kenianische Armee trainiert und wurde als Coach, Berater oder Kameramann im freien Fall für etliche Blockbuster engagiert, wie coole James Bond-Filme oder Batman-Streifen. Er verfügt über britische und amerikanische Trainerzertifikate, ist Goldmedaillengewinner in Sprungformationen und hat sich im Guinness-Buch der Rekorde verewigt. Kein Wunder also, dass Filmsternchen Cruise sich gerade von ihm in Form bringen lassen wollte.

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