Hart, aber herzlich

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ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Manuel Meyer vom 5. März 2019: Anspruchsvoller Pilgerpfad: Über rund 300 Kilometer führt der Camino Primitivo. Foto: Manuel Meyer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Es soll um das Jahr 820 nach Christus passiert sein. Auf einem Hügel in der Nähe von Solovio im äußersten Nordwesten der Iberischen Halbinsel sah der Eremit Paio eines Nachts ein wundersames Leuchten. Aufgeregt berichtete er Bischof Teodomiro davon. Gemeinsam, heißt es in den Legenden, näherten sie sich dem Hügel und fanden im Wald von Libredón eine einfache Grabstätte mit den Gebeinen des Apostels Jakobus. Bischof Teodomiro unterrichtete sofort Alfons II. von der Entdeckung. Der tiefgläubige König von Asturien brach von Oviedo aus auf, um das Apostelgrab zu besuchen. Am Fundort der Grabstätte befahl er, eine einfache Kirche zu bauen, auf deren Fundamenten später die heutige Kathedrale von Santiago de Compostela errichtet wurde. König Alfons war also der erste Jakobspilger der Geschichte. Der Weg, den er und seine Ritter durch die Berge Asturiens nahmen, ist somit der älteste aller Jakobswege – der sogenannte Camino Primitivo. Zunehmend verlor der Weg durch die einsame Bergwelt jedoch an Bedeutung. Der Camino Francés, Französische Weg wurde zur bevorzugten Route. Auch im Jahr 2018 wanderte mehr als die Hälfte aller 327.378 Jakobspilger über diese Hauptstrecke. Den Camino Primitivo wählten nur knapp 15.000 Pilger.

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