Unterm bunten Blätterdach

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Ein verrosteter Toyota mit klapperndem Anhänger schiebt sich die Landstraße von Estepona in Richtung Genalguacil hoch. In Serpentinen führt die Straße immer höher, teils geht es steil bergab, teils stolze Steigungen hinauf. Noch zwei Haarnadelkurven, dann erscheint nach etwa eineinhalb Stunden das 400-Seelen-Örtchen Genalguacil. Auf dem Parkplatz oberhalb des Ortes verrät eine mannshohe Skulptur aus buntem Stein, dass hier Künstler regelmäßig ihre Spuren hinterlassen. Jedes Jahr Mitte August organisiert der Ort unter dem Titel „Encuentros de Arte“ Künstleraufenthalte. Einige der Werke werden im Ort aufgestellt. Wer der Küste und des Verkehrslärms überdrüssig ist, der findet in Genalguacil den angemessenen Hort der Ruhe. Aus der Ferne kräht ein Hahn, eine Ziege meckert vor sich hin, ein Bauarbeiter pfeift ein Lied, während er an einer Wand hämmert.Sobald sich der Wanderer vom Ort abgewandt und einen von Korkeichen gesäumten Hohlweg betreten hat, umhüllt ihn eine angenehme Stille. Es riecht nach aufgebrochener Erde. Typisch für das Valle del Genal sind auch die Bergeichen, Pinien, Steineichen, Zistrosen und Heidekraut.

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