Alarm im Agrarsektor

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Wir sind stinksauer“, sagt Esteban Carneros. „Zuerst wird der Agrarsektor für einen Handelskrieg aus dem Flugzeugbausektor bestraft, und dann ist auch noch alles ungleich verteilt.“ Der PR-Chef des Agrarunternehmens Dcoop mit Sitz in Antequera, das viele Menschen besser unter seinem alten Namen Hojiblanca kennen, wird nicht müde, auf die neuen Schutzzölle der US-Regierung für Produkte aus der EU zu schimpfen. Erst vor wenigen Tagen, am 18. Oktober, sind die Schutzzölle in Kraft getreten, mit denen die Regierung Donald Trump Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus üben will. Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte fünf Tage zuvor der US-Regierung das Recht zugesprochen, Schutzzölle auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) zu erheben. Die Flugzeugbauindustrie kommt dabei noch relativ glimpflich davon, da für Flugzeugimporte aus der EU lediglich zehn Prozent an zusätzlichen Abgaben gezahlt werden müssen. Härter trifft es dafür die Lebensmittelindustrie und andere Sektoren, für deren Produkte Strafzölle in Höhe von 25 Prozent festgesetzt wurden. Diese gelten in erster Linie für Waren aus den Ländern Deutschland, England, Frankreich und Spanien, die dem Airbus-Konsortium angehören. Während Deutschland die neuen Schutzzölle vor allem für Weine und Werkzeuge zahlen muss, sind es in Spanien neben Wein, Schweinefleischprodukte und lebende Schlachttiere, Milcherzeugnisse, Säfte, Meeresfrüchte und Liköre vor allem das bereits in Flaschen abgefüllte Olivenöl, das sich in den vergangenen Jahren mit einer Jahresausfuhr im Wert von 400 Millionen Euro zum wichtigsten Exportschlager für die USA entwickelt hat.

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