Angst nach Wahl in Großbritannien

Der 85-jährige Schotte Leo Hendry fürchtet nach einem harten Brexit Probleme auf Expats zukommen

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Leo Hendry in seiner Wohnung in Málaga. Foto: Michael Trampert

Málaga – mt. Am 12. Dezember hat Großbritannien sein neues Parlament gewählt. Dabei ging Premierminister Boris Johnson als klarer Sieger hervor. Vielen britischen Bürgern, die an der Costa del Sol leben, schlägt die Wahl auf den Magen. Sie fürchten nun, dass für sie das Leben in Spanien deutlich erschwert werden könnte, wenn der Brexit erst einmal durchgeführt wurde. Einer der Betroffenen ist der Schotte Leo Hendry, der einst als Psychologie-Professor an der Universität in Aberdeen gearbeitet hat, mehr als 25 Bücher veröffentlichte und bereits seit vielen Jahren in Großbritannien und Spanien lebt. Die CSN hat sich mit dem 85-Jährigen unterhalten und dabei erfahren, was die Sorgen und Ängste aber auch Hoffnungen vieler Briten sind.

CSN: Wieso haben Sie sich einst für Spanien entschieden?
Hendry: Grundsätzlich sind meine Lebenspartnerin Marion Kloep und ich Reisende. Wir haben in der Vergangenheit viele Länder besucht und in vier verschiedenen gearbeitet. Mein Herz hängt an Schottland. Deshalb haben wir in Folkestone auch eine Wohnung. Da das Wetter dort aber nicht so gut ist, haben wir uns auch für Spanien entschieden. Wir verbringen also einen Teil unseres Lebens in Großbritannien und einen anderen Teil in Spanien.

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3 KOMMENTARE

  1. Leute, es ist leicht, als Vermögender in einem fremden Land zu leben, viel leichter als wenn man arm ist. Die Aufenthaltsgenehmigung? Der Arzt? Das Krankenhaus? Das Auto? Die Rente? Die Sozialhilfe? Der Wechselkurs? Die Aufenthalserlaubnis? Da kommt halt der Kolonialismus bei den Engländern durch: Auf Kosten der anderen leben! Beste Grüße

  2. @Udo Boll: Ich denke, dass vor allem diejenigen Briten, die in Spanien wohnen, sich gegen den Brexit ausgesprochen haben. Wenn der jetzt aber durchgezogen wird, dann sind sie die Leid tragenden. Wenn die Deutschen an der Costa del Sol auf einmal ein Visa benötigen und nicht mehr versichert wären, würde ich gerne den Aufschrei der Deutschen erleben. Wobei … Erfahrungsgemäß beschweren sich die Deutschen ja nicht, sondern nehmen hin.
    @FM.: Man kann nicht pauschal sagen, dass es leicht für Vermögende sei, in einem fremden Land zu leben. Es ist sicherlich leichter, aber nicht leicht. Da spielen nämlich zahlreiche Faktoren eine Rolle. Für deutsche Vermögende ist es mit Sicherheit einfach, da Deutschland mit über 180 Ländern auf der Welt Abkommen geschlossen hat. In alle diese Länder kann man recht problemlos als Deutscher reisen und mit etwas Aufwand sicher auch dort leben.

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