Entsalzungsanlage auf Hochtouren

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Zwischen Juni und August ist der Wasserverbrauch an der Costa del Sol immens angestiegen. Rund 13 Millionen Kubikmeter Wasser flossen durch die Leitungen. Foto: Archiv

Marbella – lk. Geringe Niederschläge, Stauseen wie der Pantano de La Concepción mit niedrigem Pegel – woher kommt das Wasser an der Costa del Sol? Diese Frage dürften einige Urlauber sicherlich schon gestellt haben.
Zurzeit fließt das Wasser dank der Entsalzungsanlage in Marbella aus den Hähnen. Der Stausee La Concepción versorgt die Gemeinden Torremolinos, Benalmádena, Fuengirola, Mijas, Marbella, Estepona, Benahavís, Istán, Ojén, Casares und Manilva. Im Moment ist er nur zu 44,67 Prozent gefüllt. Nach Angaben der Informationsnetzwerks Red Hidrosur, das dem andalusischen Argarministerium untersteht, verfügt er über 27,63 Kubikhektometer Wasser.
Höchste Verbrauch seit Jahren Bis zum 15. September läuft die Entsalzungsanlage auf Hochtouren, um die elf Gemeinden der westlichen Costa del Sol mit ausreichend Wasser versorgen zu können. Besonders in der Hochsaison steigt der Wasserverbrauch an der Küste rasant an. Zwischen Juni und August flossen 12.992.126 Kubikmeter Wasser durch die Leitungen. Dies ist der höchste Wasserverbrauch der vergangenen fünf Jahre. Im Sommer 2018 lag der Wasserverbrauch noch bei 10,8 Kubikmeter. 2017 wurden elf Millionen Kubikmeter verbraucht und 2015 waren es 11,8 Kubikmeter. Seit August ist die Entsalzungsanlage in Betrieb, um so pro Stunde das Salz aus 1.728 Kubikmetern Wasser zu ziehen, das sind 480 Liter pro Sekunde. Die Stromkosten belaufen sich auf 13.200 Euro pro Tag. Seit 2013 gibt es ein Abkommen, das es den öffentlichen Wasserwerken Arcgisa und Acosol erlaubt, Wasser aus dem Campo de Gibraltar zu kaufen.

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