Freud und Leid mit Valenciano

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Drei Generationen, vier Sprachen und alles unter einem Dach in einer Urbanisation in Jávea. Chinesisch, Englisch, Deutsch und Spanisch – wenn seine vier Enkel und deren Eltern loslegen, muss Helmut Jutzi die Ohren spitzen. Dabei beherrscht der Unternehmer sechs Sprachen. Vor einer aber verschließt er sich und seinen multikulturellen Haushalt – dem Valenciano. Mit seinem Buch „Katalonien – Ein Konflikt wird exportiert. Einsichten eines Zugereisten“, mit seinem Internetblog www.katalonien konflikt.eu und für die Organisation „hablamos español“ wehrt er sich, dass die Regionalsprache weiten Teilen der Gesellschaft „aufgezwungen“ wird. Für die kulturelle Förderung, Sprachunterricht oder das umstrittene Regionalfernsehen a Punt macht er sich dagegen stark. „Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen das Valenciano, nur gegen den Zwang“, sagt er. Vor der Kommunalwahl hat er allen Parteien in Jávea einen Fragebogen zugeschickt, um deren Haltung in der Sprachpolitik zu eruieren. Wie kommt er als Ausländer auf so eine Idee? Acht Jahre sprang die Reform der valencianischen Landesverfassung über juristische und legislative Hürden, bis sie endlich im März mit dem Segen des Verfassungsgerichts in Kraft treten konnte. Das überarbeitete Estatuto de Autonomía de la Comunitat Valenciana räumt der Region weitreichendere Autonomierechte ein. Der Artikel 6 bezeichnet das Valenciano als Landessprache. Über ihr Verhältnis zum Spanischen heißt es im zweiten Absatz. „Die valencianische Sprache ist die offizielle Sprache der Comunitat Valenciana, genauso wie die kastilische Sprache, die die offizielle Staatssprache ist.“

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