Geplatzter Traum vom Haus

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Seine Traumimmobilie fand ein deutsches Ehepaar in der Urbanisation Casares del Mar bei Estepona – wie sich herausstellte, war alles ein Bluff. Fotos: A. García/L. Kuder

Wohnungen in Bestlage oder luxuriöse Jachten speziell für ausländische Residenten mit etwas Geld auf der hohen Kante: Die Angebote von Pandora Homes Real Estate & Yacht Brokerage sind attraktiv – doch dahinter steckt scheinbar nichts als heiße Luft: Mit einem professionell gestalteten Internetauftritt bietet das Immobilienunternehmen mit Sitz in Sotogrande in Cádiz hochwertige Objekte an der Costa de la Luz und Costa del Sol an. Auch ein deutsches Ehepaar aus Berlin (Name ist der Redaktion bekannt) interessierte sich für eine Eigentumswohnung in erster Strandlinie in der Nähe von Estepona – und setzte gutgläubig rund 300.000 Euro in den Sand. Hinter Pandora Homes stecken die Deutsche Nadine Dijkman und ihr Partner Eddy Dijkman, beide stellen sich persönlich mit Foto auf der Internetseite von Pandora Homes vor. Die Dijkmans waren bereits mit zwei falschen Seniorenwohnprojekten in Calp und La Nucía an der Costa Blanca aufgeflogen. Die CBN berichtete im Februar 2018 darüber (1.783). Recherchen hatten ergeben, dass die Dijkmans weder Betriebslizenzen für besagte Einrichtungen beantragt hatten, noch bevollmächtigt waren, die dazugehörigen Wohnungen zu vermieten.

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2 KOMMENTARE

  1. Leute, die eigentlich alte Leier: Wenn Sie im Ausland betrogen werden sollen, wollen, dann sind es fast immer Landsleute. Was in Spanien fehlt? Die sog. Voreintragung im Grundbuch. Eine Voreintragung bewirkt, daß Sie als vorläufiger Eigentümer eingetragen werden und solange dieser Vermerk eingetragen ist, an niemand anderen verkauft werden kann. Zu „Goldgräbers Zeiten“ wurde alles „verkauft“ – Reihenhäuser, Time-sharing-Projekte, betrügerische Machenschaften waren an der Tagesordnung. Bei einem im übrigen wirklich seriös vorhanden Immobilienmarkt. Und noch heute wird verkauft – und dann kommt der Imo-Makler: Ja, die Immobilie – und NOCH 1/e des Kaufpreises für die Möbel. Heute macht der Makler zu, in 150 km Entfernung steht sein „neues“ Büro! Gewerbeaufsicht, auch in Deutschland wenig wirksam, aber in Spanien so weit ich es sehe, gar nicht vorhanden. Beste Grüße

  2. Die Einschaltung eines kompetenten Rechtsanwalts beim Immobilienkauf in Spanien schützt vor derartigen Problemen. Er weiß, wie er seine Mandanten absichert und wie eine Immobilie rechtlich zu prüfen ist. Natürlich kostet das etwas Geld, in der Regel zwischen 1 und 2 % des Kaufpreises. Bei 300.000 Euro sind dies zwischen 3.000 und 6.000 Euro, also weniger als der Makler bekommt. Dafür bekommt man eine sichere Abwicklung der Transaktion und eine Überprüfung der Immobilie auf rechtliche Risiken. Sollte der Anwalt Mist bauen oder absichtlich etwas Falsches erzählen, haftet er den Käufern auf Schadensersatz und ist dafür versichert. Also der dringende Rat an jeden Immobilienkäufer: Anwalt einschalten. Zum Beispiel: http://www.lajanda.legal

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