Geraubte Heimat

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Auf Spurensuche:  In Sevilla, im malerischen Viertel Santa Cruz, lebte einst neben Toledo und Córdoba, die größte jüdische Gemeinde Spaniens. Deren Spuren haben sich nicht einfach verwischt, sie wurden systematisch getilgt.  Seit wenigen Jahren erst rekonstruiert man sie, doch was man findet, genügt gerade noch für solche Hinterzimmer der Geschichte, wie in der Calle Ximénez de Enciso 22. Auf Schautafeln wird das Schicksal der Gemeinde erläutert, das mit wechselhaft sträflich verharmlosend beschrieben wäre. Die heutigen Barrios Santa Cruz und San Bartolomé bildeten bis 1492 die Judería Sevillas, ein endlos scheinendes Netz kleiner Gässchen, das zwar zentral in der Stadt lag, aber formal immer außerhalb ihrer Mauern.

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