Historische Wende in Andalusien

0
503
Will für das Amt des andalusischen Ministerpräsidenten kandidieren: Der Vorsitzende der andalusischen PP, Juanma Moreno (M.). Foto: EFE

Sevilla  – dpa/lk. Bei der gestrigen andalusischen Regionalwahl ist die rechtsradikale Partei Vox mit einem zweistelligen Ergebnis neu ins Parlament eingezogen. Vox kam auf knapp elf Prozent der Stimmen – und damit zwölf von 109 Mandaten in der bevölkerungsreichsten spanischen Region.  Für die PSOE bedeutet das Ergebnis ein Wahldebakel. 27,9 Prozent der Wähler haben für sie gestimmt. Die Sozialisten haben 14 Sitze verloren und werden mit 33 Sitzen ins Parlament einziehen. Sie bleiben zwar stärkste Partei, sind aber weit von einer eigenen Mehrheit entfernt. Die Volkspartei PP hat zwar sieben Sitze verloren, kommt aber trotzdem zusammen mit Ciudadanos und Vox auf 59 Sitze, vier mehr, als erforderlich, um die absolute Mehrheit zu bilden. Die PP wird mit 26, Ciudadanos mit 21 und Adelante Andalucía mit 17 Sitzen ins andalusische Parlament einziehen.  Ab heute laufen die Regierungsverhandlungen. Der Vorsitzende der andalusischen PP, Juanma Moreno, will für das Amt des andalusischen Ministerpräsidenten kandidieren. Ciudadanos und Vox haben sich bis jetzt noch nicht dazu geäußert, ob sie Morenos Kandidatur unterstützen werden.  Die Wahl in Andalusien galt auch als Stimmungstest für den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, der seit etwa einem halben Jahr im Amt ist, sich aber nur auf eine Minderheitsregierung stützt. Seit Andalusien Anfang der 1980er Jahre ein Autonomiestatut bekam, haben dort immer die Sozialisten regiert.

 

 

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.