Im „Seniorenparadies“

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Ein bunter Haufen gut gelaunter Senioren tummelt sich auf einer Terrasse in der Urbanisation Marbesa in Marbella. Sie sind dem Aufruf der deutschen Filmemacherin Andrea Hagemeier-Gilga gefolgt, die am vergangenen Wochenende einige Szenen für einen Kurzfilm gedreht hat, den sie im kommenden Jahr bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen einreichen will. Noch wissen die motivierten Rentner, die sich ihren Traum vom wohlverdienten Ruhestand an der Costa del Sol erfüllen, nicht genau, worum es eigentlich gehen wird, doch schnell ist klar: Der Film mit dem Arbeitstitel „Seniorenparadies“, der auf einer Geschichte von Hagemeiter-Gilgas Ehemann Ulrich basiert, ist ein bitterböses Werk mit Gruselfaktor, das Erinnerungen an die Nazi-Zeit wach werden lässt. „Es handelt sich um eine klassische Dystopie, eine negative Gesellschaftsutopie“, sagt die Filmemacherin, „wenn ich lese, dass die Weltbevölkerung immer weiter wächst, frage ich mich, wo sollen diese Menschen alle hin. Ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann ein System geben wird, in dem alte Menschen in irgendeiner Form kaserniert werden.“

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