Kastanienbrot und Orangenwein

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Der Duft nach gebrannten Mandeln weht über den Boulevard von La Cala de Mijas. Schon läuft der Redakteurin das Wasser im Mund zusammen. Sie folgt dem Geruch, der sie zu einer kleinen Holzbude führt. Von außen gleicht das Häuschen einem Geräteschuppen, doch im Inneren verbergen sich wahre Schätze für Schleckermäuler, wie etwa Bienenhonig aus Ardales und Colmenar oder feinste Olivenöle aus Antequera, Guaro und Casabermeja. Orangenwein und exotischen Köstlichkeiten wie Gin Tonic Marmelade – all dies bietet Juan Cortes an seinem Stand an, den er auf den Namen „El burrito“ das Eselchen, getauft hat. Stolz deutet er auf eine mit krakeliger Schrift geschriebene Liste. „Morgen gibts wieder Kastanienbrot. Schauen Sie, wie viele sich schon angemeldet haben“, sagt Cortes, der eigentlich Klempner ist. Die Wirtschaftskrise hat ihm den Job genommen und ihm dafür seine Schleckerbude geschenkt. „Bei mir gibt es aus jedem Ort nur das Beste“, sagt er stolz. Da er seinen Stand jede Woche woanders aufbaut, erfährt er auch, wo es das beste Öl, den besten Wein und den besten Honig gibt. Im Winter röstet er auch Kastanien. Das Rezept für das Kastanienbrot habe er selbst erfunden.

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