Markt als Touristenattraktion

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Ein gewohntes Bild im Mercado de Atarazanas: Gruppen von Touristen, denen der Markt in Reiseführern schmackhaft gemacht wurde. Fotos: Nicolas Hock

Málaga – nh. Viele Urlauber, wenig Umsatz: Hausfrauen und Renter stehen mit ihren Einkaufstrolleys vor den Ständen, während auf dem Barhockern der Gastronomiestände Büroangestellte in Anzügen sitzen und sich eine „Caña“ genehmigen. Wie fast überall in Málaga sind auch etliche Touristen unterwegs, die durch die Gänge laufen, Fotos machen oder einfach nur schauen. Das Bild vom friedlichen Miteinander zwischen Einheimischen und Auswärtigen, das man auf den ersten Blick sieht, trügt jedoch. Einem Beitrag zufolge, den der regionale Fernsehsender Canal Sur vor rund zwei Wochen in seinem Programm „Andalucía directo“ ausgestrahlt hat, sind die Standbetreiber stinksauer. Denn viele Touristen kommen nur zum Schauen, ohne etwas zu kaufen.

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1 KOMMENTAR

  1. Liebe Leser,
    die Standlleute, bayerisch für „Standbesitzer“ kann man verstehen – aber greifen Sie einmal einem armen Mann in die Tasche!!!! Die Wochenmärkte in der Provinz Almeria erfreuen sich doch deswegen eines großen Zuspruchs, weil es sich um gemischte Märkte handelt: Da kauft man Lupinenmehl, gesalzene Mandeln, Jasmintee, breite Bohnen, Mandarinen, mehrere Sorten Kartoffel und von den Schwarzen sogar Chanel Nr. 5 – und in einer anderen Reihe ein billiges Handtuch. Ja, wir essen churros mit Milchkaffee! Und der Händler, einmal in München beschäftigt, ruft mir schon zu: „Hallo, wie geht’s?“ Und das seit langen Jahren! Leider wird ja nichts über das Marktvölkchen, die Besucher, geschrieben, noch über die Kaufleute, Anbieter, Fieranten. Und alle finden einen Parkplatz! Jede Woche an einem Tag dieser Markt. Das gibt’s doch in Deutschland nirgends! Beste Grüße

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