Mit bloßen Frauenhänden

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Worauf fällt das Auge beim Ansehen der Frau auf dem Foto, das an das Cover einer Zeitschrift erinnert? Auf dem Ganzkörperbild trägt sie lediglich ein asiatisches Tuch, das ihre schlanken Formen erkennen lässt. Die exotische Frau tritt dem Betrachter entgegen, ihm tief in die Augen blickend. Was ist es für ein Blick? Kein verführerischer, vielmehr ein entschlossener. Ihre dunklen Augen sind nicht das Ende der Reise. Ein weiteres Körperteil fällt auf: ihre Hände. Frauenhände? Ja, kräftige, dreckige Hände einer Arbeiterin. Hände der „Frau des 21. Jahrhunderts“, sagt das Poster von Manos Unidas. Das spanische Hilfswerk wird 60 Jahre alt und widmet das Jubiläum der Frau in Entwicklungsländern. Am 2. Juli 1955 signierte eine Gruppe katholischer Frauen in Spanien ein Manifest, in dem sie einen Krieg erklärten – den „einzigen gerechten“, wie sie meinten: den Krieg gegen den Hunger. 1959 gründeten die Aktivistinnen der Vereinigung Acción Católica, die die christliche Nächstenliebe „weiterdenken“ wollten, Manos Unidas. 60 Jahre später stillt die kirchliche NGO den Hunger der Armen in 59 Ländern der Welt.

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