Mythos Marbella

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30.07.2019, Spanien, Marbella: Eingang des berühmten Marbella Club Hotels, wo sich Jahrzehnte lang die Reichen und Schönen aus aller Welt die Klinke in die Hand gaben. Im Hintergrund ragt der Berg «La Concha» auf, der in Marbella für das Mikroklima mit stets angenehmen Temperaturen sorgt. Marbella ist nach wie vor ein beliebter Ort für Prominente und Reiche. (zu dpa-Korr "Nobelkarossen und Muskelshirts - Mythos Marbella damals und heute") Foto: Carola Frentzen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf einem orientalisch ausstaffierten Esel kommt Alfonso Prinz zu Hohenlohe im Scheichkostüm auf die Party geritten. „Arabian Nights“ lautet das Motto der Sause im berühmten Marbella Club Hotel – und die Reichen und Schönen, darunter US-Filmstar Mel Ferrer im gestreiften Kaftan, sind in Scharen gekommen, um mitzufeiern. „Damals gab es jede Woche eine Themen-Party“, erinnert sich Rudolf Graf von Schönburg an die Golden Sixties und die Glorious Seventies, wie er jene Jahrzehnte nennt, in denen der internationale Jetset an Marbella und Alfonso (1924-2003) nicht vorbeikam. Und wie ist es heute um das Städtchen bestellt? Ein Blick zurück. „Conde Rudi“, wie der 86-Jährige allseits liebevoll betitelt wird, begann 1957 als frischgebackener Absolvent der Hotelfachschule in Lausanne seine Laufbahn im Marbella Club und führte die 1954 eröffnete Luxusherberge seines Vetters Alfonso später jahrzehntelang als Direktor. Sein geschäftstüchtiger Cousin war viel in St. Moritz und Hollywood unterwegs und rührte fleißig die Werbetrommel für das kleine Paradies in Südspanien. Alfonso galt nicht nur als galanter Playboy, sondern war auch für Skandale gut – etwa, als er 1955 im Alter von 31 Jahren die erst 15-jährige Ira von Fürstenberg ehelichte..

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1 KOMMENTAR

  1. Habe 20 Jahre in Estepona gelebt und durfte Prinz Alfonso und auch Gert Stenger kennenlernen.
    Viele „Berühmtheiten“ sind leider schon verstorben und das Jetsetleben ist ein ganz anderes geworden.
    Als das „Las Dunas“ noch Herrn Hödt gehörte und sich die immobilienmakler und Hoteliers kannten, war es noch schön.

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