Nachwuchs in der Falknerei

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ET ist nichts gegen diese halbnackten, rosafarbenen, gerade ein paar Tage alten Greifvogelküken, deren zerbrechlich wirkender Körper nur an wenigen Stellen von einem leichten weißen Flaum überzogen ist. Diejenigen, die etwas älter sind, wirken dagegen wie reizende Kuscheltiere, die man sich gerne mit nach Hause nehmen möchte. Eins haben die Winzlinge allerdings gemein: Sie sind hungrig, was sie mit viel Gekreische ihrer Umwelt kundtun. Und da der Nachwuchs aus der Zucht der Stiftung Valle de los Águilas in Benalmádena kommt, müssen Falkner Jan Nikolaus und sein Team als Ersatzeltern herhalten und das Futter in die weit aufgerissenen Rachen der Babys stopfen. Lange Zungen schnellen aus dem Schnabel, die Kleinen recken ihre Köpfchen, die auf runzeligen, dünnen Hälsen sitzen, der Nahrung entgegen, die ihnen mit einer Pinzette schnabelgerecht gereicht wird. Ein vier Wochen alter Uhu braucht diese Sonderbehandlung nicht mehr. So entzückend er auch aussieht, eine ganze Ratte verschlingt er im Handumdrehen.

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