Schauspieler mit Schreibdrang

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Harald Wieczorek und seine Frau Moni lieben sich seit den 1970er Jahren. Foto: Cornelia Jaeger

Marbella – ws. Der Schauspieler und Autor Harald Wieczorek ist ein wahrer Haudegen. Als 15-Jähriger kehrte er seinem oberfränkischen Heimatort Ebermannstadt den Rücken, um sich auf das Abenteuer Seefahrt einzulassen. Seinen Job lernte er von der Pieke auf, ackerte sich vom Moses bis zum Bootsmann hoch. Er heuerte auf Fischkuttern an, die sich durch die Herbststürme des kalten Atlantiks pflügten, und auf Bananen- und Kaffeefrachtern, die auf langen Reisen durch die Südsee und Karibik in vielen Häfen Ladung einsammelten.
Als Seemann ist Wieczorek 1966 dem Tod zum ersten Mal von der Schippe gesprungen. Damals war er auf einem sogenannten Trampschiff, „einem echten Seelenverkäufer“, wie er anmerkt, von Puerto Rico nach Afrika unterwegs, als der Frachter in einen Tropensturm kam und sank. Und während sich andere Kollegen gerade noch auf die Rettungskapseln retten konnten, platschte er in die tobende See. Sechzehn Stunden trieben ihn furchteinflößende Monsterwellen wie einen Korken durchs aufgewühlte Meer, bis der Orkan nachließ und die Mannschaft eines norwegischen Schiffs ihn bergen konnte. Bis auf den Stewart überlebte die Crew.

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