Stadt hofft auf Subventionen

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Das einstige Gefängnis steht seit 2009 leer. Foto: Rathaus Málaga

Málaga – nic. Die Stadtverwaltung von Málaga wird von der Europäischen Union eine Subvention in Höhe von 6,2 Millionen Euro für die Restaurierung des seit 2009 geschlossenen Provinzgefängnisses in der Avenida Ortega y Gasset beantragen. Dies hat der Stadtrat kürzlich beschlossen. Nach den Plänen von Bürgermeister Francisco de la Torre (PP) soll das einstige Gefängnis nach der Restaurierung in eine Produktionsstätte für lokale Künstler der verschiedensten Disziplinen umgewandelt werden. „Die Idee ist, dass aus einem Ort, an dem Menschen ihrer Freiheit beraubt wurden, ein Ort wird, an dem Menschen ihre individuellen und künstlerischen Freiheiten ausleben können“, hattte De la Torre bereits zu Beginn des vergangenen Jahres erklärt.
Das Provinzgefängnis von Málaga im Distrikt Cruz de Humilladero wurde 1933 von der republikanischen Regierung eröffnet mit dem Ziel, die Insassen später wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Nach dem Einmarsch der Truppen Francos während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-39) im Februar 1937 wurden dort überwiegend politische Gegner inhaftiert. In der Nachkriegszeit waren nach Angaben der andalusischen Landesregierung in dem Gefängnis überwiegend Frontheimkehrer interniert, die für die Republik gekämpft hatten. Zeitweise waren laut den Statistiken 3.000 Häftlinge dort eingesperrt, von denen Hunderte mit dem bis in die siebziger Jahre in Spanien verwendeten Würgeeisen hingerichtet wurden.

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