Torrox erhält Auszeichnungen

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Sandra Extremera (l.) und Óscar Medina (r.) bei der Präsentation der Auszeichnung. Foto: Rathaus

Torrox – mit. Die Strände Ferrara und El Morche in Torrox Costa sind am Montag mit dem Qualitätssiegel „Q“ ausgezeichnet worden. Bei dieser Auszeichnung handelt es sich um einen prestigeträchtigen Preis, der Gemeinden zuteil wird, die den Tourimus durch verschiedene qualitativ hochwertige Aktionen aufrechterhalten können und fördern. Torrox hat in diesem Jahr das „Q“ für die Erhaltung und Pflege der Strände Ferrara und El Morche erhalten, die nach den zahlreichen Levante-Stürmen fast vollständig abgetragen worden waren. Lediglich eine schmale Fläche aus Sand und Kieselsteinen und mit einer Breite von zirka zwei Metern bedeckte den Strand bis vor knapp zwei Wochen.
Doch rechtzeitig zu Beginn der Sommersaison waren die Strände für die Besucher wieder hergestellt. Die letzte Sandaufschüttung am Ferrara-Strand für zirka 30.000 Euro hat es am Montag gegeben. Torrox‘ Bürgermeister Óscar Medina (PP) erklärte, dass es das Ziel der Gemeinderegierung sei, Lösungen zu finden, die die Strände von Torrox Costa mittel- und langfristig schützen.
Außerdem wolle man die Zugänge zu den Stränden in Zukunft enorm verbessern. Strandstadträtin Sandra Extremera (PP) fügte hinzu, dass man dafür bereits ein System für Qualitätsmanagement, Umwelt und bessere Strandzugänge eingerichtet habe.
In diesem Zusammenhang habe die Gemeindeverwaltung von Torrox auch eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die den Ausbau des bisherigen Wellenbrechers am Leuchtturm von Torrox Costa prüfen soll.

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8 KOMMENTARE

  1. Die Strände von Torrox sind wieder Top in Schuss. Leider kann man das nicht von der Wasserqualität behaupten. Ich habe vom 11.06.-25.06.17 in Torrox Costa Urlaub gemacht. Von 14 Tagen war an min.
    6 Tagen das Wasser so verschmutzt mit Fäkalien etc. das es meiner Meinung nach schon gesundheitsgefährdend war darein zu gehen. Auf Nachfrage wo das herkommt sagte man mir dass Nerja nach wie vor das Abwasser ins Meer leitet. Wie kann das sein? Und da wundert man sich noch warum immer weniger Touristen kommen? Habe alles fotografiert. Stelle Ihnen die Bilder gerne zur Verfügung

    • Hallo Frau Backhaus,

      das ist tatsächlich ein großes Problem, das nicht nur die Urlauber, sondern auch die spanischen Anwohner stark kritisieren. Nerja ist die einzeige Gemeinde an der Costa del Sol, die bis jetzt keine funktionierende Kläranlage hat. Seit 2014 werden zwar Termine für die Inbetriebnahme des Klärwerks genannt, aber diese Termine haben sich ständig verschoben. Nach dem Wechsel der Gemeinderegierung 2015 haben Techniker festgestellt, dass beim Bau der Kläranlage minderwertiges Material benutzt worden und die Kanalrohre viel zu schmal gewesen sein sollten. Außerdem soll die Anlage zu weit weg vom Schuss sein, so dass die Fäkalien mit Pumpen zum Klärwerk transportiert werden müssen. Auch die Pumpen funktionieren nach Angaben der Gemeindeverwaltung von Nerja noch nicht. Wann die Anlage tatsächlich ans Netz geht, kann man im Moment noch nicht sicher sagen. Erschwerend kommt hinzu, dass vor 2 Monaten ein Abwasser-Kanalrohr unterhalb der Wasseroberfläche im Meer vor den Stränden Nerjas geleckt hat. Ein 400 Quadratzentimeter großes Loch hat die Fäkalien ungefiltert ins Wasser gelassen, weshalb die Strände dort über mehrere Wochen lang immer wieder von einer braunen Suppe heimgesucht wurden. Das Rohr wurde zwar mittlerweile ersetzt, aber trotzdem berichten Leser immer wieder von Fäklien im Wasser. Je nach Strömung kann dieses Schmutzwasser auch an den Stränden von Torrox landen. Und die Strömungen und Stürme (Levante) waren/sind dieses Jahr extrem. Ihre Bedenken sind deshalb absolut nachvollziehbar. Allerdings steigt die Anzahl der Touristen nach Angaben der Gemeindeverwaltung von Torrox trotzdem stetig an. Man erwarte in dieser Sommersaison eine fast vollständige Hotelauslastung und somit eine Steigerung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr 2016, das für Torrox eine Rekordsaison gewesen sein soll.
      Schöne Grüße

  2. Als langjähriger Besucher, von Torrox, gehen wir Sonntag Nachmittag gar nicht mehr an den Strand.
    So ca gegen 16 Uhr, kommt die braune Suppe aus Nerja, bei „richtiger“ Strömungsrichtung vorbei.
    Da dies in der Hauptsaison (July,August,September), viel öfters passiert, überlassen wir das Wasser, den vielen Spaniern und den Touris.
    Interessant ist auch das öfters bei dem Durchzug der braunen Suppe, viele tote Fische mittreiben.
    Und diese dabei auch, von den Spaniern, rausgefischt werden, um in Kühlbox wegtransportiert zu werden.
    Leider sieht man auch, zu viele Kinder in der Brühe, beim Baden und Tauchen.
    Das Umweltbewußtsein wächst, aber leider noch viel zu langsam. Schade darum !!

    • Hallo Tom,

      das ist leider ein Problem, das es schon sehr lange gibt. Warum es jedoch dieses Jahr so extrem zu sein scheint, ist nicht nachvollziehbar. Über die Sommersaison fahren normalerweise von der Gemeinde gemietete Reinigungsschiffe die Strände permanent ab, um Verunreinigungen aus dem Wasser zu fischen, was Fäkalien gewissermaßen mit einschließt. Dass viele Menschen trotz toter Fische, wie es sie beispielsweise vor kurzer Zeit in Algarrobo gegeben hat (siehe hier), völlig sorglos ins Wasser gehen, kann ich leider nicht nachvollziehen. Vor allem dann nicht, wenn man nicht weiß, was der Todesgrund der Tiere ist. Ich vermute, dass sich ohne eine funktionierende Kläranlage in Nerja, die es bis heute nicht gibt, auch nichts ändern wird. Mal schauen, wohin das in Zukunft führt 😉

      • Hallo zusammen,
        die sogenannten Sahneschiffe, auch wie jetzt Ende Juni gesehen, haben 2 grobmaschige Außennetze, die nur Müll aufnehmen. Damenbinden, Plastikreste gleiten da durch. Einfach mal den Booten hinterhersehen.
        Selten holt ab und an , ein Bootführer ein Handnetz raus oder fährt mehrmals im Kreis, um den Müll aufzunehmen.
        Durch die Bootmotoren, werden kleinere (braune) Reste eigentlich nur verquirlt.
        Interessant ist auch zu beobachten, das es hinter Schwimmern schäumt und es zu Wasserblasenbildung kommt. Die Wasseroberfläche glänz ölig, mit braunen Resten. Die dann bei den Fischen beliebt sind.
        Sorry

  3. Dass die Strände in Torrox ausgezeichnet wurden, grenzt für mich schon an ein Wunder. Toll. Der Sand ist wieder da. Aber auch der Dreck im Wasser. Überhaupt Menschen in einer Kloake schwimmen zu lassen ist fahrlässig. Dafür noch Auszeichnungen zu verleihen, sollte wirklich mal hinterfragt werden! Ich empfehle Strände, in deren Nähe es eine Kläranlage gibt 😀 hahaha

  4. Auch wir haben unseren diesjährigen Sommerurlaub, wie schon so oft, in Torrox Costa verbracht. Das Wasser ist wirklich sehr dreckig und mein Mann bzw. auch mein Sohn haben vermutlich durch das verschmutzte Wasser entzündete Pickel am Körper. Auch bei anderen Touristen am Strand war dieses „Phänomen“ zu beobachten. Wir hoffen, wie viele andere Urlauber auch, auf eine schnellstmögliche Verbesserung der Wasserqualität und der Behebung der schon angesprochenen Probleme. Wenn Nerja wirklich dafür verantwortlich sein sollte, verstehen wir nicht, warum Touristen dann „scharenweise“ dorthin gebracht werden. Solange sich Nerja auf die Einnahmen verlassen kann, wird wahrscheinlich so schnell nichts passieren…. Viele Grüße

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