Von Ordnung und Freiheit

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„Guardia Civil – 175 Jahre an deiner Seite“. Mit diesem Motto feiert die größte Polizeieinheit des Landes im Mai 2019 ihr Jubiläum. Sie ist eine der ältesten im Dienst stehenden uniformierten Einheiten Europas. Die Truppe mit dem markanten Dreispitz präsentiert sich prinzipientreu, modern und bürgernah. Doch der Weg dahin war lang, 175 Jahre an deiner Seite lässt sich auch ergänzen: „Ob Sie wollen oder nicht.“ Denn immer wieder wurde die Garde in Politik verwickelt, missbraucht und auch gegen die Bürger eingesetzt. Noch heute sehen sich die rund 85.500 Guardias mitunter unangenehm zwischen die Fronten gestellt, wie jüngst in Katalonien. Dabei werden die Herausforderungen technologisch hochgerüsteter und zunehmend globalisierter Kriminalität nicht geringer. Die Geschichte der Guardia Civil beginnt mit dem Ende des Befreiungskrieges gegen Napoleon 1814. Dessen Bruder, Joseph I., wütete als Besatzer-König grausam, die Iberer wollten sich durch Plünderungen und Standrecht nicht von den Vorzügen des republikanischen Kaisertums überzeugen lassen. Schon 100 Jahre zuvor, beim Erbfolgekrieg, hatten die Spanier gelernt, dass sie von ihrem König oder den Provinz-Granden kaum Hilfe erwarten konnten. Und so waren es vielerorts Freiwillige, die sich zu Korps zusammenschlossen, um sich ihr Land zurückzuholen. Viele dieser Guerilleros konvertierten nach dem Ende des Krieges zu Bandoleros, Wegelagerer aus Not und Gewohnheit..

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