Wahl mit Überraschungen

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Wie schon bei der Parlamentswahl am 28. April ist auch bei den Kommunalwahlen und der Europawahl am vergangenen Sonntag die sozialistische PSOE als stärkste Kraft hervorgegangen. Bei den Kommunalwahlen entfielen spanienweit 29,26 Prozent aller Stimmen auf die PSOE, während die konservative Volkspartei PP nur 22,23 Prozent der Stimmen erhielt. Ähnlich war das Ergebnis der Europawahl, bei der 32,8 Stimmen an die PSOE und 20,1 Stimmen an die PP gingen. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen an der Costa del Sol spiegeln dieselbe Tendenz wieder. In der Provinz Málaga war die PSOE in 48 Gemeinden die meistgewählte Partei und die PP in 35 Gemeinden. Allerdings konnte auch die PP ihre Ergebnisse im Vergleich zu den Wahlen von 2015 erheblich verbessern und ihre Stellung in den großen Küstengemeinden sowie in einigen größeren Gemeinden des Hinterlandes wie Alhaurín El Grande, Antequera und Coín behaupten oder sogar noch ausbauen. Während sowohl PSOE als auch PP in den meisten Gemeinden Stimmengewinne verzeichnen konnten, mussten die Parteien Ciudadanos und Podemos vielerorts erhebliche Stimmverluste hinnehmen. Auch die Vereinigte Linke IU konnte kaum signifikant zulegen und blieb in einigen Gemeinderäten sogar außen vor. Bemerkenswert ist auch das relativ schlechte Abschneiden der rechtspopulistischen Partei Vox. Obwohl die Partei an Stimmen zulegte, konnte sie nur in sieben von insgesamt 103 Gemeinderäten mit gerade Mal einem oder zwei Abgeordneten einziehen.

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