Wende im Prozess um Julens Tod

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18.01.2019, Spanien, Totalan: Rettungskräfte arbeiten mit Gerätschaften an dem Ort, wo weiter nach dem zweijährigen Julen gesucht wird, der in einem tiefen Brunnenschacht vermutet wird. (zu dpa Harter Felsbrocken verzögert die Bergung des kleinen Julen vom 20.01.2019) Foto: Europa Press/Europa Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mit Im Gerichtsprozess zur Klärung der Verantwortung für den Tod des kleinen Julen in einem mehr als hundert Meter tiefen Brunnenschacht in Totalán hat ein am Mittwoch vergangener Woche bekannt gewordenes Dokument für Aufsehen gesorgt. In dem Bericht heißt es, dass nicht der Sturz des Zweijährigen, sondern der Einsatz der Rettungskräfte, die den Jungen erst nach 13 Tagen tot bergen konnten, für den Tod des Kindes verantwortlich sein könnte. Die Anwälte von David Serrano, des Besitzers des Grundstücks, auf dem das Unglück passierte, hatten diese These der zuständigen Richterin in Málaga unterbreitet. Gegen Serrano wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, weil er möglicherweise das von ihm in Auftrag gegebenen Bohrloch nicht ausreichend abgesichert hatte. Der neue Bericht versucht zu belegen, dass Julen durch eine Spitzhacke zu Tode gekommen sein könnte. Am Unglückstag war nämlich zwischen 17.30 und 21.00 Uhr mit insgesamt zehn Schlägen versucht worden, den über dem Kind befindlichen Pfropfen aus Erde und Gestein zu lockern, um zu Julen vorzudringen. Dabei sei der Junge am Kopf getroffen worden. Untermauert werde diese These von der Tatsache, dass an der Spitzhacke acht Haare des Kindes entdeckt worden seien.

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