Wie Phönix aus der Asche

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Ws riecht nach kaltem Rauch und es ist totenstill. Kein Vogel sitzt zwitschernd in grünen Baumkronen, unter den wenigen nicht verkohlten Sträuchern raschelt keine flinke Eidechse vorbei. Auf einer Hügelkuppe oberhalb des Tals, durch das der Río Padrón fließt, herrscht am Donnerstagmorgen die sprichwörtliche Ruhe nach dem Sturm. Die meisten Brandbekämpfer sind abgerückt, zurückgeblieben ist eine Landschaft, die von den Spuren des Feuers schwer gezeichnet ist. Deutlich ist zu erkennen, wie sich die Flammen vom Brandherd aus ihren Weg durch die Natur gebahnt haben. Am Mittwoch vergangener Woche gegen 21.30 Uhr war es endlich soweit, die Verantwortlichen des Brandschutzplans Infoca konnten die gute Nachricht verkünden: Das Feuer, das am Montag gegen 11.20 Uhr im Naturgebiet Peñas Blancas in Estepona gemeldet worden war, konnte als kontrolliert eingestuft werden. Weniger positiv war die Endabrechnung: Die Flammen hatten beim bisher größten Feuer in Andalusien in diesem Sommer 330 Hektar einer ökologisch wertvollen Landschaft verschluckt. Allein in der ersten Nacht, in der die Flammen an mehreren Fronten gleichzeitig wüteten, wurden 200 Hektar in eine schwarzgraue Wüste verwandelt. Bis zu 22 Löschflugzeuge und -helikopter sowie an die 200 Feuerwehrleute waren in den besonders schwierigen Phasen des Waldbrands im Einsatz.

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