Wo Strache strauchelte

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26.05.2019, Spanien, Ibiza-Stadt: Blick auf das Stadtzentrum. (zu dpa-Korr "Wo Strache strauchelte: Verschwiegene Ecken auf der Partyinsel Ibiza") Foto: Clara Margais/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Affären und Politskandale entstehen selten vor den Augen der Öffentlichkeit. Im Fall von Heinz-Christian Strache spielte sich das Treffen, das ihn aus dem Amt katapultieren sollte, fern von Österreich, ja sogar fern vom Festland ab – in einer abgelegenen Ecke der Baleareninsel Ibiza. Von der Landstraße geht es auf einem unscheinbaren Sträßchen rechts ab, an Baustellen und Einfamilienhäusern vorbei. Ein Kaninchen überquert die Straße, ein Wiedehopf fliegt über ein angrenzendes Feld. Nach rund 600 Metern Fahrt auf dem hügeligen, nicht asphaltierten Weg steht sie da, eher unscheinbar, im typischen Weiß der Insel: Die Finca, in der die Affäre um den österreichischen Vizekanzler ihren Anfang nahm. Ein eisernes braunes Tor versperrt die Einfahrt. Durch den mit Schilf verhangenen Zaun kann man teilweise in den Hof schauen, aus dem Haus dringen Stimmen – offenbar haben sich Touristen eingemietet, denn die Finca wird von einem Italiener auf der Plattform Airbnb unter dem Namen Architect Country Villa für einen Inselurlaub angeboten. „Zehn Gäste, vier Schlafzimmer, fünf Betten, viereinhalb Bäder“, heißt es auf der Webseite – das Ganze, etwa in der Hauptsaison mitten im Juli, für 1.100 Euro pro Nacht.

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