Am Flughafen in Málaga wurde der Mann festgenommen. Foto: Archiv

Ärger am Flughafen Málaga

Málaga – ws. Kurz anhalten in der Nähe des Abflugterminals, den Beifahrer mit seinem Gepäck aussteig...

Málaga – ws. Kurz anhalten in der Nähe des Abflugterminals, den Beifahrer mit seinem Gepäck aussteigen lassen und wieder losbrausen – das geht am Flughafen Málaga nicht mehr. Jeder, der schnell einen Passagier absetzen oder einladen will, wird von der Flughafenbetreiberfirma AENA mittlerweile direkt zu den gebührenpflichtigen Parkplätzen dirigiert. Die Stellplätze für Kurzzeitparkende wurden durch Barrieren blockiert. Wer sich für den Express-Parkplatz entscheidet, der der Abflughalle am nächsten liegt, darf dort 15 Minuten gratis verweilen. Dies sei, so Aena, ausreichend Zeit, um das Gepäck auszuladen und sich zu verabschieden. Wer jedoch eine Minute überzieht, dem wird der Gesamtpreis für 16 Minuten (1,79 Euro) berechnet. Diese neue Aena-Praxis löst nicht nur bei Privatleuten Verärgerung aus, auch Mietwagenfirmen, die ihre Kunden vor dem Terminal erwarten oder in Minibussen dorthin transportieren, sind betroffen. Die erlaubten 15 Minuten würden in den meisten Fällen nicht ausreichen, um die Formalitäten abzuwickeln, beschwerte sich Ana María García, Präsidentin des Mietwagenverbands Aesva, in der Tagespresse. Und auch der zweite Verband dieses Sektors, Aeca, lehnt die neue Handhabung, die laut Flughafenbetreiber Aena die üblichen Staus vor dem Terminal verhindern soll, strikt ab. Laut Mietwagenfirmen werde das Verkehrschaos sogar noch verschlimmert, da alle Fahrzeuge auf einer Spur ins gebührenpflichtige Parkhaus gelenkt werden. Privatpersonen und Mietwagenfirmen würden wie drittklassige Kunden behandelt, kritisierte García. In Stoßzeiten müssten täglich etwa 1.000 Mietwagenkunden betreut werden, dabei müsse man Flugverspätungen und Verzögerungen bei der Kofferausgabe einkalkulieren. Schon jetzt seien den Mietwagenunternehmen durch das neue Verfahren hohe Kosten entstanden. Aesva und Aeca haben angekündigt, alle notwendigen legalen Schritte einzuleiten, um die Flughafenbetreiberfirma zum Umdenken zu bewegen.

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