Der Küstenweg im Naturpark Cabo de Gata führt die Wanderer durch bizarre Mondlandschaften.
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Cabo de Gata: Ein Naturpark vulkanischen Ursprungs in der Provinz Almería

Biosphärenreservat und Welt-Geopark

Cabo de Gata/Almería: Strände und Attraktionen im Naturpark in Andalusien

Cabo de Gata bezeichnet ein Kap im äußersten Südosten der Iberischen Halbinsel an der andalusischen Costa de Almería. Die zerklüftete Küste, die Dünen, Salinen und Strände verlaufen vor der Kulisse der Sierra de Gata, die eines der bedeutendsten europäischen Vulkanbergmassive repräsentiert. Der Parque Natural de Cabo de Gata-Nijar wurde von der UNESCO als Globaler Geopark und als Biosphärenreservat klassifiziert.

  • Das UNESCO-Biosphärenreservat Cabo de Gata-Nijar umfasst im Süden Andalusiens eine Fläche von 46.000 Hektar. Davon liegen 12.000 Hektar in der Meereszone, 34.000 verteilen sich über die Küste am Kap, die Salzwiesen, die Halbwüste und das Gebirge.
  • Beim Parque Natural de Cabo de Gata-Nijar handelt es sich um einen maritimen und terrestrischen Naturpark und ein speziell geschütztes Vogelgebiet (SPBA). Zugleich ist er als Sonderschutzgebiet für das Mittelmeer und als internationales Ramsar-Feuchtgebiet von großer Bedeutung.
  • Der UNESCO Global Geopark Cabo de Gata-Nijar breitet sich in der Provinz Almería mit 39 geologischen Stätten über die Gemeinden Almería, Nijar und Carboneras aus.

Almería – 30 Kilometer östlich des Flughafens von Almería erstreckt sich Cabo de Gata als Teil des gleichnamigen Naturparks vor der spanischen Mittelmeerküste in Andalusien. Nördlich der Sierra de Gata verläuft die Wüste von Tabernas, die für ihre Rennstrecke und als Film-Drehort bekannt ist. Obwohl sich hier der trockenste Teil des europäischen Kontinents befindet, beginnt rund 50 Kilometer südwestlich der sogenannte Gemüsegarten Spaniens und Europas. Dessen Gewächshäuser nehmen eine Fläche von 50.000 Fußballfeldern ein und erfordern aufgrund des heißen Wetters eine intensive, das Grundwasser verknappende Bewässerung.

Die unberührte Küste des Cabo de Gata dehnt sich im Osten der Costa de Almería über eine Länge von 45 Kilometern aus. Neben dramatischen Steilküsten und versteckten Buchten verleihen ihr feinsandige Strände einen einzigartigen Reiz:

  • Goldgelber Sand und kleine Dünen mit Agaven prägen in einer malerischen Bucht die 40 Meter breite und 1.180 Meter lange Playa de los Genoveses.
  • 45 Meter breit und 300 Meter lang stellt die felsenumrahmte Playa Cala de Mónsul einen beeindruckenden Naturstrand und eine beliebte Filmkulisse dar.
  • Schwarze Kieselsteine vermischen sich an der 850 Meter langen Playa de las Negras mit feinem Sand und verleihen diesem Strand mit Infrastruktur seinen Namen.

Almería/Cabo de Gata – ein Naturpark vulkanischen Ursprungs

Die Geodiversität von Cabo de Gata beruht auf dem umfangreichsten Vulkankomplex der Iberischen Halbinsel mit einem Alter von acht bis 16 Millionen Jahren. Sie formt eine wildromantische Landschaft aus dunklem Vulkangestein, wüstenartigen Steppen, sandigen Buchten und den Feuchtgebieten der Salinen. Mit einer Höhe von bis zu 500 Metern durchzieht die Sierra de Gata den Naturpark von Nordosten nach Südwesten.

Almería/Cabo de Gata – faszinierende Vielfalt unweit der Wüste von Tabernas

Der Parque Natural de Cabo de Gata-Nijar zieht mit der spektakulären Naturschönheit seiner Klippen, Salzwiesen und Sanddünen Besucher in seinen Bann. Flora wie Fauna haben sich an die außergewöhnlichen Bedingungen des halbtrockenen Wetters und des nährstoffarmen Bodens angepasst: Botaniker faszinieren rund 1.000 endemische Pflanzenarten wie das seltene Löwenmaul. Tierliebhaber entdecken zu Lande und im Wasser mehr als 1.400 Spezies, darunter Ginsterkatze, Wüstengimpel und Flamingos. Die glasklaren Gewässer im Global Geopark Cabo de Gata sind zudem ein Eldorado für Taucher.

Almería/Cabo de Gata – Einrichtungen für Naturparkbesucher

Einen idealen Ausgangspunkt zur Erkundung der Sehenswürdigkeiten von Cabo de Gata bildet das Besucherzentrum La Amoladeras im UNESCO-Global Geopark Cabo de Gata-Nijar. Zu seinen weiteren Einrichtungen zählen:

  • Wanderwege, die durch den Naturpark und teilweise auch zu Aussichtspunkten führen,
  • Observatorien für die Vogelbeobachtung,
  • ein botanischer Garten,
  • ein geologisches Museum,
  • ein maritimes Klassenzimmer.

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