Vier Vertreter von der Feuerwehr und dem Rathaus von Almería stehen im Feuerwehrpark von Almería.
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Familientragödie in Andalusien: Die Feuerwehr von Almería findet drei verkohlte Leichen nach einem Wohnungsbrand.

Drama in Andalusien

Familientragödie in Almería: Mutter und Söhne sterben bei Wohnungsbrand

  • Sandra Gyurasits
    VonSandra Gyurasits
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In Almería an der Küste von Andalusien hat sich eine Familientragödie abgespielt. Eine Mutter und ihre beiden Söhne kommen bei einem Wohnungsbrand ums Leben.

Almería – In Almería an der Küste von Spanien hat sich vergangene Woche in der Nacht zum 17. November eine Familientragödie abgespielt. Bei einem Wohnungsbrand in dem Stadtteil El Alquián an der Küste von Andalusien sind eine Mutter und ihre beiden elf- und 14-jährigen Söhne ums Leben gekommen. Die Nachbarn hatten eine Art Explosion gehört, dichten Rauch in der Wohnung der Opfer gesehen und die Feuerwehr alarmiert.

Almería
Fläche300 km²
Höhe27 m
Bevölkerung196.851 (2018) Instituto Nacional de Estadística
ProvinzAlmería

Doch die Einsatzkräfte konnten zunächst die Tür nicht öffnen, da sie durch ein Bett blockiert war. Erst mit Gewalt gelang es, ins verschlossene Schlafzimmer vorzudringen. Dort fanden die Feuerwehrleute die drei völlig verbrannten Leichen der Mutter und ihrer Kinder.

Familientragödie in Andalusien: Ermittler vermuten einen erweiterten Selbstmord der Frau

Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen erweiterten Selbstmord der Frau handeln könnte. Die Position des Bettes vor der Tür, ließe darauf schließen, dass der Eingang absichtlich verbarrikadiert worden sei, hieß es. Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass die rund 40-jährige Mutter ihre Kinder ins Schlafzimmer eingeschlossen und eine Matratze angezündet haben könnte. Das leicht brennbare Bettzeug fing schnell Feuer und entwickelte so viel Rauch, dass die Frau und die beiden Jungen in Sekunden erstickt sein könnten.

Der Ehemann und Vater der Jungen arbeitet als Lkw-Fahrer für ein Unternehmen aus Almería, das Obst und Gemüse exportiert.  Zur Tatzeit befand er sich in Deutschland. Das Ehepaar kam vor mehr als zehn Jahren von der Elfenbeiküste nach Andalusien und baute sich in Almería eine Existenz auf - eine von vielen Immigrantengeschichten in Spanien. Zunächst arbeitete das Ehepaar als Erntehelfer.

Familientragödie in Andalusien: Mutter wollte zum Christentum konvertieren

Nach Angaben von Familienangehörigen litt die Mutter unter psychischen Problemen und befand sich seit 2018 in medizinischer Behandlung. Der Ehemann hatte seinen Cousin, der im selben Gebäude in Almeria wohnt, gebeten, auf seine Frau aufzupassen. Doch auch ihm war es nicht gelungen, die Tragödie zu verhindern.

Anwohner berichteten gegenüber der Zeitung „La Voz de Almería“, dass die Frau sich in letzte Zeit verändert habe. Sie soll sich eleganter gekleidet haben und wollte als Muslimin zum Christentum konvertieren.

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