Pferd steht auf einem Berg. Auf dem Rücken trägt es einen Sack.
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Karen Considine hatte bei ihrer Reittour durch Andalusien ein Packpferd dabei.

Reisen in Spanien

Natur in Andalusien: Mit dem Pferd durch die Provinzen Granada und Jaén

  • Lena Kuder
    VonLena Kuder
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Nach den Beschreibungen eines in den 1960er Jahren veröffentlichten Buches ist die Irin Karen Considine 30 Tage lang durch die Provinzen Granada und Jaén geritten. Die Erfahrungen dieser Reise durch Andalusien hat sie in ihrem Buche „Penelope´s Route. An Andalusian Horseback Journey “ zusammengefasst.

Gaucín – Als Penelope Chetwode vor etwa 60 Jahren mit ihrem Pferd durch die Dörfer der Provinz Granada und Jaén nach Úbeda ritt, meinten die Dorfbewohner, sie entstamme einer anderen Welt. Verzückt rannten Scharen von Kindern hinter ihr her. Diese Kinder sind heute über 70. Karen Considine hat einige von ihnen bei ihrer Tour durch Andaluisen getroffen.

Andalusien
HauptstadtSevilla
Fläche87.265 km²
Einwohner8.465.236 (Stand 2021)
Bevölkerungsdichte96,4 km²
PräsidentJuan Moreno Bonilla (PP)

Reisen in Andalusien: Penelope Chetwode schildert die Erlebnisse ihrer Reittour

Penelope Chetwode, die Ehefrau des in England sehr bekannten Dichters John Betjeman verfasste im Jahr 1963 das Buch „Two middle-aged ladies in Andalusia“. „In den 1960er Jahren war dieses Buch ein Klassiker und wurde mehrmals neu aufgelegt“, sagt Considine, die seit 2006 in Spanien lebt. Bislang gab es das Buch nur auf Englisch.

Penelope schildert darin die Erlebnisse ihrer Reise durch das Hinterland von Granada und Jaén. Sie wollte die Gegend mit dem Pferd erkunden, um die Dörfer und ihre Bewohner kennenzulernen. Penelope hatte ihre Reise vorab nicht akribisch geplant. Considine hat sich an den Wegbeschreibungen in ihren Geschichten orientiert und ist der Route gefolgt und hat danach selbst ein Buch mit dem Titel „Penelope´s Route. An Andalusian Horseback Journey“ verfasst. 30 Tage lang hat sie im Schnitt 30 Kilometer zurückgelegt, wobei sie ein Packpferd dabei hatte, um Kraftfutter und neue Hufeisen zu transportieren.

Reisen in Andalusien: Karen Considine hatte ein Packpferd dabei

Penelope konnte damals in Posadas übernachten. Diese boten für Reiter und Hirten Übernachtungsmöglichkeiten, Ställe, Futter sowie Hufschmiede für die Tiere. Heute gibt es diese Posadas nicht mehr. „Sobald ich in den Ort kam, haben mir die Dorfbewohner geholfen, meine Pferde unterzubringen“, so die Irin. „Einige haben mir sogar ihr Schlafzimmer angeboten.“ In erster Linie sei sie durch Olivenhaine ohne Zäune gezogen, deshalb war es stets schwierig, einen Platz für ihre beiden Pferde zu finden. Considine kennt sich gut mit Pferden aus, da sie 30 Jahre lang als professionelle Polospielerin die ganze Welt bereist hat.

Mit ihren beiden Pferden ist sie größtenteils durch eine verwilderte Landschaft geritten, teilweise hat sie die Wege nicht erkennen können, da sie zugewachsen waren. Nur einmal ist sie unter einer Autobahnbrücke durchgeritten und ein anderes Mal musste sie eine Eisenbahnschiene überqueren. Besonders habe sie die Berglandschaft in der Nähe von Gorafe (Granada) fasziniert. Aufgrund ihrer bunten Felsformationen habe Penelope diese als Mondlandschaft geschildert. Diese verwaiste Landschaft wurde von der Unesco zum Geopark deklariert. Considine ist derzeit im Gespräch mit den Stadtverwaltungen von Granada und Jaén, um in dieser Gegend einen Wanderweg zu schaffen. Wie er später heißen soll, weiß die Reiterin jetzt schon: La Ruta de Penelope.

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