Im Regionalkrankenhaus ist ein gesamter Gebäudeflügel für Coronavirus-Patienten hergerichtet worden. Foto: Nicolas Hock

Anstieg der Fälle gebremst

Málaga – nic. In der Provinz Málaga steigen die Coronavirus-Fälle weiterhin an, aber bei Weitem lang...

Málaga – nic. In der Provinz Málaga steigen die Coronavirus-Fälle weiterhin an, aber bei Weitem langsamer als in der vergangenen Woche. Von Dienstag auf Mittwoch ist lediglich eine Person am Coronavirus gestorben, während der Tagesdurchschnitt in der vergangenen Woche sechs betragen hatte. Auch die Zahl der Neuinfizierungen hat sich deutlich gebremst. Nur 28 neue Fälle sind in den letzten 24 Stunden registriert worden, während sich in der vergangenen Woche durchschnittlich jeden Tag 114 mit dem Virus angesteckt hatten. Die Zahl der Toten beläuft sich mittlerweile auf 70, die der Infizierten auf 1.349. Nach Angaben des andalusischen Gesundheitsministeriums werden derzeit 745 Coronavirus-Patienten in Krankenhäusern stationär behandelt, 61 davon auf den Intensivstationen. 186 Menschen sind wieder gesundgeschrieben, 83 als geheilt eingestuft worden. Die Provinzhauptstadt Málaga hat sich derweil gegen die Pandemie gewappnet. Im Regionalkrankenhaus in der Avenida Carlos Haya ist ein kompletter Gebäudeflügel mit vier Stockwerken für die Aufnahme von Coronavirus-Patienten hergerichtet worden und im unweit davon entfernten Sportpalast Ciudad Deportiva de Carranque soll in den kommenden Tagen ein Feldlazarett mit 400 Betten untergebracht werden. Zur Behandlung der akuten Fälle wird seit wenigen Tagen ein neues Beatmungsgerät eingesetzt, das von dem am Regionalkrankenhaus beschäftigen Herzchirurgen Ignacio Díaz in den vergangenen eineinhalb Wochen entwickelt worden war. Bis Ende dieser Woche sollen 300 dieser Geräte zur Verfügung stehen, während die Ärztegewerkschaft SMM in den 3.000, von freiwilligen Helfern angefertigte Gesichtsvisiere unter den Angestellten der Krankenhäuser verteilen will. Bürgermeister Francisco de la Torre hat am Montag in einer in seiner Privatwohnung aufgezeichneten Pressekonferenz zahlreiche Maßnahmen für die Abmilderung der ökonomischen Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie angekündigt. So sollen die Gebühren für Terrassen von Restaurants, die für Stände auf dem Wochenmarkt und die für die geschlossenen Stände in den städtischen Markthallen ausgesetzt und die Zahl der täglichen Essenspakete für bedürftige Familien von derzeit 1.000 auf 1.800 erhöht werden. De la Torre gab bekannt, dass er ferner mit dem spanischen Wirtschaftsministerium über die Aussetzung der Müllgebühren für geschlossene Geschäfte sowie über eine Subventionierung der Grundsteuer verhandeln wolle.

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