Fuengirolas Bürgermeisterin Ana Mula vor einem Bildschirm.
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Gelb, Grün, Rot - Fuengirolas Bürgermeistern Ana Mula deutet auf die Farbsegmente, die darauf hinweisen, welche Strandabschnitte belegt und welche noch frei sind.

Stärkere Kontrolle durch Coronavirus-Krise

Applikation für Strände: Fuengirola nimmt spanienweit Vorreiterrrolle ein

  • vonLena Kuder
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In Fuengirola soll während der Sommermonate eine Applikation übermitteln, welche Strandabschnitte ausgelastet und wo noch Kapazitäten frei sind. Hierdurch sollen Menschenansammlungen und eine weitere Verbreitung des Coronavirus vermieden werden.

  • Lokales Unternehmen entwickelt Software zur Kontrolle der Strände.
  • Bis zu 50 Sensoren an Straßenlaternen ermitteln Anzahl der Strandbesucher.
  • Applikation lässt sich gratis auf jedes Smartphone herunterladen.

Fuengirola - Aufleuchtende Farbpunkte auf dem Handydisplay signalisieren in diesem Sommer, welchen Strandabschnitt man besuchen kann. Wie Fuengirolas Bürgermeisterin Ana Mula (PP) am vergangenen Montag mitteilte, wird eine Applikation Informationen über die ungefähre Anzahl der Menschen an den Stränden übermitteln. Fuengirola nimmt damit spanienweit eine Pionierrolle ein.

Eine lokale Firma hat das Computerprogramm entwickelt. Dieses sendet Aufnahmen der Strände in Echtzeit. Diese werden dann ausgewertet, um zu ermitteln, welche Strandsgemente überlaufen sind und wo noch ein Handtuch hinpasst. Wegen der Coronavirus-Krise sollen Menschenansammlungen vermieden werden, um so eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Bei einer Auslastung von bis zu 75 Prozent leuchtet ein grünes Licht auf. Sind die Strände mehr als 75 Prozent belegt, blinkt ein gelbes Licht, und ein rotes Licht zeigt, dass der Strand zu 100 Prozent belegt ist.

Sensoren ermitteln die Zahl der Strandbesucher

Das System startet, sobald die Gesundheitsbehörden grünes Licht dafür geben, dass die Bürger wieder an die Strände dürfen. „Für uns ist es wichtig, diese Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Anwohner und Urlauber zu schützen", so Mula. Der Inhaber der Softwarefirma, Carlos Moreno, unterstrich, dass das Programm mit Sensoren arbeitet, die aus dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz stammen. Diese werden in den Straßenlaternen installiert. Für die insgesamt sieben Kilometer langen Strände der Gemeinde Fuengirola seien bis zu 50 Sensoren erforderlich, so der Unternehmer.

Die Sensoren wiederum formen virtuelle, quadratische Felder. Die höchste Anzahl der Strandbesucher ist gemäß der Vorgaben der Gesundheitsbehörden bereits programmiert. Die Sensoren zeichnen auf, wer den Strand betritt und wer ihn verlässt, um ein jeweils aktuelles Bild der Anzahl der anwesenden Menschen zu erhalten. Diese Zahl wird mit der für den Strand erlaubten Höchstzahl abgeglichen, um so die Bürger über die aktuelle Lage zu informieren. Die Applikation lässt sich kostenlos auf jedes Smartphone herunterladen. Moreno fügte hinzu, dass sich dieses System auch in idealer Weise für öffentliche Plätze, Einkaufszentren, Hotels und Veranstaltungsorte eigne.

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