Notlagen verschärfen sich

Coronavirus Almería: Rotes Kreuz betreut rund 13.000 hilfsbedürftige Personen

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Mitarbeiter des Roten Kreuzes bereiten Hilfspakete mit Lebensmitteln vor.
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Die sanitäre Krise wegen der Corona-Pandemie hat auch eine sozioökonomische Krise mit sich gebracht. Der Kreis von wohltätiger Unterstüztung abhängiger Personen weitet sich zunehmend aus. Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz befinden sich im Dauereinsatz.

  • Seit Beginn der Corona-Krise hat das Rote Kreuz in Almería über 30.000 Interventionen ausgeführt.
  • Notleidende werden mit primären Hilfsgütern wie Lebensmittel und Hygieneartikel versorgt.
  • Corona-Pandemie hat der Organisationen aber auch mehr Spenden und Helfer beschert.

Almería - Die Coronavirus-Pandemie hat neben einer sanitären Krise quasi im Schlepptau auch eine ökonomische und soziale Krise mit sich gebracht. Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz können dies mit Zahlen belegen. Andalusienweit hat die Organisation seit Mitte März an die 160.000 Personen betreut, es sind dies etwa 30 Prozent mehr als vor der Corona-Krise.

Die Zahl der Personen, die auf die Hilfe des Roten Kreuzes angewiesen sind, hat auch in der Provinz Almería infolge der Corona-Krise deutlich zugenommen. Dort hat die Hilfsorganisation in den letzten zwei Monaten mehr als 30.000 Interventionen durchgeführt, von denen rund 13.000 Personen profitiert haben.

Breit gefächertes Programm zum Kampf gegen Covid-19

Der Plan Cruz Roja Responde im Kampf gegen Covid-19 umfasst eine breite Palette an Initiativen, um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern, da sich der Kreis der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen stark erweitert hat. Außer an Notleidende richtet sich die Unterstüztung des Roten Kreuzes aber auch an weitere Kolletive wie Kinder oder ältere Menschen.

Vor allem in den Hüttenvierteln Almerías, aber auch in anderen rückständigen ländlichen Gegenden hat das Rote Kreuz seit der Ausrufung des Notstands mehr als 12.000 Pakete mit primären Hilfsgütern verteilt. Diese enthielten in erster Linie Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente, zum Teil aber auch Spielsachen und Lernmaterialien für Familien mit Kindern.

Mit solchen Hilfspaketen wurden auch ältere Menschen sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität versorgt, die ihre Wohnung während des Notstands nicht verlassen konnten oder wollten. Um die soziale Isolierung dieser oft unter ihrer Einsamkeit psychisch leidenden Personengruppen zu überwinden, haben die Mitarbeiter des Roten Kreuzes außerdem über 5.000 Anrufe getätigt.

Coronavirus-Krise: Telefonische Seelsorge und informative Anrufe

Geklingelt haben indes nicht nur die Telefonapparate älterer, allein lebender Menschen, sondern auch weiterer knapp 5.000 Personen, deren Telefonnummern sich in den Datenbanken des Roten Kreuzes befinden. Diese riefen die Mitarbeiter der Hilfsorganisation an, um sie über das Sars-Cov-2 aufzuklären und über Schutzmaßnahmen gegen das Virus zu informieren.

Die nachwachsenden Generationen sind vom Roten Kreuz in Zeiten des Coronavirus ebenfalls nicht vergessen worden, wobei sich die Organisationen insbesondere jenen Kindern und Jugendlichen gewidmet haben, die mangels erforderlicher Ausstattung mit dem Online-Unterricht nicht klar kommen. An diese sind neben Schulmaterialen und didaktischen Spielsachen zum Teil auch Tablets, Router oder SIM-Karten ausgeteilt worden.

Darüber hinaus hat das Rote Kreuz Personen, die in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben, mit Fortbilungsangeboten oder beruflichen Orientierungen weitergeholfen. Zu guter letzt hat die Organisation auch die wohl schwächsten Glieder der Gesellschaft unterstüzt: die Obdachlosen. Betreut wurden sowohl Obdachlose, die auf der Straße leben, als auch jene die in Aufnahmezentren untergekommen sind.

Bislang übliche Hauptaufgaben werden weiter erfüllt

Daneben hat das Rote Kreuz natürlich auch seine sonstigen bisherigen Aufgabenfelder nicht vernachlässigen können wie etwa die Betreuung Suchtabhängiger oder auch der afrikanischen Bootsflüchtlinge. Die gewaltige Mehrarbeit hätte die Organisation nicht ohne die Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und sonstigen Körperschaften bewältigen können. Diese hätten seit Ausbruch der Corona-Krise stark zugenommen.

So wie die Organisation auch zahlreiche Freiwillige rekrutieren konnte. Der durch die Zunahme der Notlagen begünstigte Zulauf hat dem Roten Kreuz etwa 200 zusätzliche Helfer beschert. Die rund 300 freiwilligen Helfer, die während des Notstands in der gesamten Provinz Almería unterwegs waren, konnten jedoch nur wenige von ihnen unterstüzten, da die Neuen für diese Einsätze erst noch geschult werden müssen.

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