Drei Passanten auf der Straße, darunter eine Frau mit Atemschutzmaske.
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Vor allem in den Provinzen Almería und Huelva sollten die Ausgangsbeschränkungen bald gelockert werden.

Coronavirus-Krise

Coronavirus: Andalusien will bei Lockerung der Ausgangssperre vorpreschen

  • vonJosé Antonio Nieto
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Andalusiens Landeschef Juanma Moreno spricht sich für einen progressiven Abbau der Ausgangsbeschränkungen aus. Vom Coronavirus weniger betroffene Regionen wie Andalusien sollen als erste wieder nach und nach zur Normalität zurückfinden.

  • Mögliche Lockerungen der Ausgangssperre nicht vor dem 10. Mai.
  • Infektionsrate ist in Andalusien relativ niedrig geblieben.
  • Auslastung der Krankenhäuser in der Region nimmt ab.

Sevilla - Bis zum 10. Mai soll das Notstandsdekret der spanischen Zentralregierung und damit auch dessen weitgehendes Ausgehverbot wohl verlängert werden. Danach könnte nach und nach mit einer weiteren Lockerung der Ausgangssperre zu rechnen sein. Nachdem ab dem kommenden Montag bereits Kinder wieder nach draußen dürfen, könnte zum Beispiel das Joggen oder Radfahren schon bald wieder erlaubt werden.

Wobei zur Zeit noch unklar ist, ob neue Regelungen landesweit einheitlich gelten werden oder einzelne Territorien mit einer geringeren Virulenz der Pandemie bei der Normalisierung des öffentlichen Lebens werden voranpreschen können. Für Letzteres sprechen sich vor allem die politischen Verantwortlichen der vom Coronavirus weniger hart getroffenen Autonomen Gemeinschaften aus.

Darunter befindet sich auch der andalusische Präsident Juanma Moreno. Während einer Videokonferenz aller Landeschefs mit dem spanischen Präsidenten Pedro Sánchez bekundete er, dass in seiner Region - ebenso wie auf den Kanaren und den Balearen - die Infektionsrate weit unter dem nationalen Durchschnitt liege. Daher sei auch das Gesundheitswesen in Andalusien noch längst nicht an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen.

Statistische Argumente

Seine Ansicht untermauerte Moreno mit einigen statistischen Angaben. Weniger als sechs Prozent der landesweit positiv auf das Coronavirus getesteten Personen befinde sich in Andalusien, wo etwa 18 Prozent der spanischen Bevölerkung lebe. Und die Zahl der Infizierten, die wieder gesundgeschrieben werden konnte, übrtreffe die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten bereits um mehr als das Dreifache.

Auch zur zunehmend geringeren Belastung der regionalen Krankenhäuser führte der andalusische Präsident einigen Zahlen an. So sei die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen, die sich in stationärer Behandlung befinden, seit Ende März, als die Spitzenwerte registriert wurden, um 60 Prozent zurückgegangen. Und die Zahl der Patienten, die in den Intensivstationen der Hospitäler behandelt werden müssen, gehe ebenfalls stetig zurück.

Almería und Huelva

Moreno sei sich indes bewusst, dass nicht alle andalusischen Provinzen in gleichem Maße vom Coronavirus verschont geblieben sind. Almería und Huelva führt er als jene Provinzen an, die als erste schrittweise wieder zur Normalität zurückkehren könnten. In Almería ist diese Möglichkeit unter anderem vom Unternehmerverband Asempal wie auch von der Provinzregierung mit Wohlwollen aufgenomen worden.

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