Phase 1 in der Provinz Málaga

Coronavirus-Krise: Málaga öffnet seine Museen und Burgen mit strengen Sicherheitsvorkehrungen

  • vonNicolas Hock
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Am Dienstag sind in Málaga die Museen und die beiden Burgen wieder geöffnet worden, nachdem diese im Zuge des Notstandsdekrets zur Eindämmung des Coronavirus mehr als zwei Monate geschlossen waren. In sämtlichen Einrichtungen wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

  • Museen und Burgen in Málaga nach mehr als zwei Monaten wieder geöffnet.
  • Strenge Sicherheitsvorkehrungen und Besucherlimit wegen Coronavirus.
  • Freier Eintritt bis zum Ende der Woche.

Málaga – Es ist Dienstag gegen 11.30 Uhr in Málaga. María Plaza, die an der Rezeption der Burg Alcazaba arbeitet, sitzt auf dem Mäuerchen vor dem Eingang in der Sonne und stellt sich auf einen ruhigen Tag ein, denn in zweieinhalb Stunden wollten gerade einmal fünf Personen das historische Gebäude besichtigen. Am Morgen des 26. Mai sind in Málaga sämtliche von der Stadtverwaltung geführten Museen sowie die beiden Burgen Alcazaba und Gibralfaro und das von einer Privatstiftung getragene Picasso-Museum wiedereröffnet worden, nachdem diese im Zuge des Notstandsdekrets zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Monate lang geschlossen waren.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen wegen Coronavirus

Die Wiedereröffnung der Museen und Burgen, zu der die Stadt Málaga bereits am 18. Mai mit dem Eintritt der Provinz Málaga in die Phase 1 des Deeskalationsplans berechtigt war, erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. In den Museen und den beiden Burgen besteht Gesichtsmaskenpflicht, die Besucherzahl ist auf ein Drittel der vorher zulässigen beschränkt worden, jeder Besucher muss sich bei der Ankunft die Hände mit Desinfektionmittel waschen und das Wachpersonal ist dazu angehalten, peinlich darauf zu achten, dass der Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten wird.

María Plaza, die an der Rezeption der Burg Alcazaba arbeitet, hat in zweieinhalb Stunden gerade einmal fünf Besucher gezählt.

Fast nur Einheimische Besucher auf der Burg

Um das Fehlen der Touristen zu kompensieren, gibt es bis Ende der Woche freien Eintritt und für sanitäres Personal wie Ärzte und Krankenpfleger ist der Besuch der Kultureinrichtungen sogar ein ganzes Jahr kostenlos.

„Die Leute, die heute gekommen sind, waren alle aus Málaga, denn die Mobilität zwischen den Provinzen ist ja bich nicht erlaubt“, sagt María Plaza. „Das waren Personen, die einen Spaziergang gemacht haben und sich gedacht hatten: Jetzt schauen wir uns auch noch einmal die Burgen an.“

Wärmebildkamera zur Feststellung der Körpertemperatur

Im Museum Geburtshaus Picasso auf der Plaza de la Merced ist wenig später auch noch nicht allzu viel los. Auffallend ist jedoch, dass alle Angestellten Gesichtsvisiere tragen und vor dem Rezeptionsschalter eine Wärmebildkamera aufgebaut ist, die die Körpertemperatur aller Besucher misst. „Das geht automatisch“, erklärt der Rezeptionsangestellte. „Eingelassen werden nur Personen, die weniger als 38 Grad Körpertemperatur haben.“

Im Museum Geburtshaus Picasso misst eine Wärmebildkamera die Körpertemperatur der Besucher.

Das Interaktive Musikmuseum Mimma in der Calle Beatas hat die zulässige Besucherzahl nicht nur auf ein Drittel, sondern mit 100 pro Tag sogar auf ein Fünftel beschränkt. „Alle Besucher müssen einen vorgeschriebenen Rundgang befolgen und dürfen nicht von einem Saal in einen anderen zurücklaufen“, sagt die Museumssangestellte Sandra Valenzuela.

Und noch eine wichtige Änderung gibt es im Musikmuseum: die drei Säle, in denen die Besucher selbst die Instrumente ausprobieren durften, vor denen Schilder mit der Aufschrift „Bitte berühren“ standen, bleiben vorerst verschlossen.

Rubriklistenbild: © Nicolas Hock

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