Schritt in die neue Normalität

Málaga: Kinder dürfen nach Coronaviruspause wieder auf Spielplätze

  • vonNicolas Hock
    schließen

Die Stadt Málaga hat wie viele andere spanische Städte am Sonntag ihre Kinderspielplätze wieder geöffnet, die wegen der Coronavirus-Pandemie rund 100 Tage lang abgesperrt waren. Die ersten Nutzer meinen, sie würden verantwortungsvoll mit der neuen Situation umgehen.

  • Málaga hat die im Zuge des Coronavirus-Notstand geschlossenen Spielplätze wieder geöffnet.
  • Zahlreiche spanische Städte haben die Kinderspielplätze in den vergangenen Tagen wieder freigegeben.
  • Eltern vertrauen nach Erfahrungen mit Coronavirus auf Atemschutzmasken.

Málaga – Es ist Montag, 18.30 Uhr auf der Plaza de las Cofradías im Zentrum von Málaga. Rund zehn Kinder turnen auf der großen Kletterburg herum, während zwei Mütter mit Atemschutzmasken ihren Kleinen beim Besteigen der Leitern helfen und andere Eltern auf den Bänken um den Spielplatz sitzen und von Weitem ihren Kindern beim Spielen zuschauen. Am Sonntag hat die Stadt Málaga ihre Kinderspielplätze wieder geöffnet, die wie überall in Spanien zu Beginn des wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Notstands am 14. März mit Plastikbändern abgesperrt worden waren und rund 100 Tage nicht benutzt werden durften.

Spielplätze öffenen im ganzen Land

Erst am Freitag hatte die andalusische Landesregierung mit einem neuen Dekret mit 400 Sicherheitsmaßnahmen für die sogenannte neue Normalität die Eröffnung der Kinderspielplätze ausdrücklich erlaubt unter der Auflage, dass alle Personen über sechs Jahre Atemschutzmasken tragen müssen, Sicherheitsabstände von 1,50 Metern eingehalten werden und die Spielplätze einmal täglich gereinigt und desinfiziert werden.

In anderen autonomen Regionen Spaniens sieht es ähnlich aus: Die Landesregierungen von Madrid und Murcia beispielsweise haben am Montag den einzelnen Gemeinden die Eröffnung der Spielplätze gestattet, die Comunidad Valenciana sogar schon in der Phase 3 des Deeskalationsplans am 22. Juni.

Spielplätze können zu Infektionsherden werden

Dabei ist allgemein bekannt, dass sich die Kinderspielplätze zu Infektionsherden entwickeln können, denn Kinder sind oft mit dem Coronavirus infiziert, ohne dass sie Symptome zeigen und fassen sich beim Spielen gegenseitig an, ohne auf die Sicherheitsabstände zu achten. „Die Sicherheitsabstände sind kaum zu kontrollieren“ gibt die 40-jährige Rebeca García zu, die mit ihren zwei und sechs Jahre alten Söhnen auf den Spielplatz gekommen ist. „Wir vertrauen auf die Atemschutzmasken und verabreden uns nur mit Eltern, die genau so vorsichtig sind wie wir.“

Alle Personen über sechs Jahre müssen auf den Kinderspielplätzen Atemschutzmasken tragen.

„Die Kinder brauchen die Spielplätze, denn es ist nicht gut für sie, weder in die Schule gehen noch ihre Freunde sehen zu dürfen“, meint eine andere Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte. „Früher oder später werden wir uns alle mit dem Coronavirus anstecken.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare