Ein Amphibienstuhl mit zwei Krückenpaaren an einem Strand.
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Eine körperliche Behinderung oder eine eingeschränkte Mobilität muss an der Costa de Almería niemanden von einem Strandbesuch abhalten.

Für Urlauber mit Behinderungen

Badespaß ohne Ausgrenzung: Barrierefreie Strände an der Costa de Almería

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
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Entlang der über 200 Kilometer langen Küste der Provinz Almería sind 36 behindertengerechte Strände vorzufinden. Eine Webseite führt alle auf und beschreibt ihre Installationen im Detail - auch auf Deutsch.

Almería - Wenn man eine körperliche Behinderung hat oder in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist, bedeutet das an der Costa de Almería im Südosten von Andalusien schon lange nicht mehr, dass man auf einen entspannenden Strandbesuch oder das erfrischende Bad im Meer verzichten muss. Entlang ihrer insgesamt 217 Kilometer langen Küste weist die Provinz Almería mittlerweile nämlich 36 behindertengerechte Strände auf. Von Jahr zu Jahr werden es nicht nur immer mehr, sondern wird auch ihre Ausstattung immer weiter verbessert.

Als Pionier in Sachen barrierefreie Strände tat sich einst Roquetas de Mar hervor. Die touristisch führende Gemeinde der Provinz, deren wichtigster Trumpf ihre Strände sind, zog als erste in Betracht, dass man an eben diesen Stränden keine Urlauber ausgrenzen sollte. Und richtete an der Playa de Aguadulce die erste für jedermann zugängliche Badezone ein, mit einem längeren und auch breiteren Zugangssteg, behindertengerechten Duschen und einem schattigen Rastplatz direkt am Ufer. Mit den Jahren ist nicht nur die Ausstattung dieser Badezone nach und nach erweitert worden – mittlerweile findet man dort sogar Sitzgelegenheiten im Wasser unter schattenspendenden Planen vor. Auch hat sich die Zahl der behindertengerechten Strände immer weiter erhöht. Alle sechs urbanenen Strände der Gemeinde weisen inzwischen eine solche spezifische Zone auf.

Barrierefreie Strände in Almería: Webseite beschreibt alle Badezonen im Detail

Längst sind auch schon die übrigen Küstengemeinden der Provinz nachgezogen. Almería und Mojácar bieten bereits fünf behindertengerechte Strände, El Ejido bleibt mit vier Stränden nur knapp dahinter. Carboneras, Cuevas del Almanzora und Vera kommen jeweils auf drei behindertengerechte Badezonen, Balanegra, Níjar und Pulpí auf zwei und Garrucha weist schließlich einen Strand auf. Einen exzellenten Überblick über alle barrierefreien Strände an der Costa de Almería bietet der Verband der Behindertenvereinigungen aus der Provinz, Faam. Und zwar auf einer Internetseite (www.almeriaaccesible.es), die minutiöse Angaben zur Infrastrukturausstattung an jedem einzelnen dieser Strände enthält. Angefangen dabei, ob etwa Behindertenparkplätze in Strandnähe vorhanden sind oder dieser mit behindertengerechten Bussen zu erreichen ist.

Detailliert beschrieben wird auf der Webseite – außer auf Spanisch auch in deutscher, englischer und französischer Übersetzung – unter anderem wie der Zugang beschaffen ist, ob Behindertentoiletten vorhanden sind, wie viele Amphibienstühle verfügbar sind, ob Hilfspersonal vor Ort ist und zu welchen Zeiten dieses im Einsatz ist. Die informative Webseite hält daneben auch noch allgemeine Angaben zu den Stränden bereit, wie zum Beispiel seine Ausmaße oder mit welchen Qualitätszertifikaten er ausgezeichnet ist. Erstmals haben die Inspekteure des Verbandes die Strände auch mit Noten zwischen 1 und 5 bewertet. Und man kann nicht sagen, dass sie die Punkte regelrecht verschenkt hätten. Denn die drei Strände, die am besten abgeschnitten haben - die Playa de Aguadulce in Roquetas de Mar, die Playa El Palmeral in Almería und die Playa Las Marinas in Vera - kommen jeweils nur auf drei Punkte. Nach oben ist also noch Luft, weitere Verbesserungen sind immer noch möglich.

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