Eine Krankenschwester verabreicht einer im Auto sitzenden Frau eine Covid-Impfung.
+
Ausländer, die eine Covid-Impfung in Spanien erhalten wollen, müssen sich auch in Andalusien im Einwohnermeldeamt eintragen lassen.

Ausländer in Spanien

Covid-Impfung in Spanien: So werden Deutsche in Andalusien geimpft

  • Lena Kuder
    vonLena Kuder
    schließen

In Spanien herrscht bei vielen Ausländern Unsicherheit bezüglich der Covid-Impfung. Damit Deutsche in Andalusien geimpft werden, müssen sie gemeldet sein.

Málaga – Fast täglich erreicht die CN-Redaktion eine Flut von Mails, in denen in Spanien lebende Deutsche nach der Covid-Impfung für in Spanien lebende Ausländer fragen. Erst vor kurzem hat der deutsche Konsul in Málaga, Arnulf Braun, nach Rücksprache mit dem Delegierten für Gesundheit in Málaga, Carlos Bautista Ojeda, darüber informiert, dass die Meldebescheinigung im Rathaus, also das Empadronamiento ausreiche, um in den Impfplan aufgenommen zu werden.

MálagaSpanische Provinz
Fläche7.308 km²
Bevölkerung1,641 (Stand 2019)
HauptstadtMálaga

In vielen Gemeinden an der Costa del Sol sieht die Realität jedoch offenbar anders aus. So gaben die 80-jährige Margarete Haser und ihr ebenfalls 80-jähriger Ehemann Günter Marotzki an, dass sie beim ersten Anlauf im Gesundheitszentrum von Las Chapas (Marbella) abgewimmelt wurden, als sie die Bescheinigungen des Empadronamiento und der europäischen Krankenversicherung vorlegten. Haser zufolge verlangte die Mitarbeiterin des Gesundheitszentrums resolut eine spanische Gesundheitskarte, ließ sich auf keine Diskussion ein und schickte die beiden weg.

Auf Anfrage der CN gab die Mitarbeiterin des Andalusischen Gesundheitsdienstes Salud Responde jedoch ebenfalls an, dass das Empadronamiento auch in Andalusien bei Ausländern ausreiche, um in den andalusischen Impfplan aufgenommen zu werden. Ratsam sei es, sich vorsichtshalber noch einmal bei dem zuständigen Gesundheitszentrum zu informieren. Weitere Auskünfte geben die Mitarbeiter von Salud Responde unter Tel.: 0034- 955 545 060. Nach Angaben von Marbellas Residentenstadträtin Remedios Bocanegra sollten Ausländer sich in jedem Fall in Marbella im Einwohnermeldeamt registrieren lassen.

Covid-Impfung für Ausländer in Spanien: Anmeldung vor mindestens drei Monaten

Diese Daten würden dann an den Servicio Andaluz de Salud weitergeleitet, sodass dieser die in der Gemeinde lebenden Personen kontaktieren kann. Als Margarete Haser und Günter Marotzki davon erfuhren, starteten sie einen neuen Anlauf in Las Chapas – zunächst wieder ohne Erfolg. Denn die Anmeldung im Einwohnermeldeamt müsse mindestens drei Monate zurückliegen. Die beiden hatten sich aber erst am 12. Februar angemeldet. Somit müssen sie noch bis Mitte Mai warten, bis sie mit der Covid-Impfung in Spanien an der Reihe sind.

Wie die Mitarbeiterin des Residentenbüros des Rathauses von Mijas, Katja Thirion, gegenüber der CN mitteilte, sollten Ausländer in jedem Fall die Lokalpresse verfolgen, um über etwaige Änderungen im Bilde zu sein. Thirion betonte, dass sie Ausländern empfehle, sich im Einwohnermeldeamt registrieren zu lassen, denn diese Listen bilden die Grundlage für die spätere Covid-Impfung in Spanien. Es sei jedoch schwierig, genaue Prognosen zu stellen, wann genau Ausländer mit einer Impfung rechnen können. Sie rät allen Europäern, die bereits in ihrem Heimatland einen Impftermin haben, diesen dort wahrzunehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare