Eine Karte von der Küste vor Málaga mit dem markierten Epizentrum des Erdbebens vom 6. Oktober.
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Das Epizentrum des Erdbebens lag neun Kilometer von Málaga entfernt im Meer vor der Costa del Sol.

Zwölf im September

Málaga: Erdbeben an der Costa del Sol - Es ist bereits das vierte in einer Woche

  • vonJudith Finsterbusch
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In Málaga hat die Erde gewackelt, es ist das vierte Erdbeben an der Costa del Sol innerhalb einer Woche. Die Behörden setzen jetzt auf die Mithilfe der Bürger.

Málaga - Ein Erdbeben der Stärke 3,8 hat das Nationale Geografische Institut (IGN) in Spanien am Dienstagmittag, 6. Oktober, um 14.17 Uhr bei Málaga registriert. Das Epizentrum lag neun Kilometer von der Provinzhauptstadt Málaga entfernt in rund 80 Kilometern Tiefe im Meer.

MálagaStadt in Spanien
Höhe11 m
Bevölkerung569.005
ProvinzProvinz Málaga

Málaga: Erdbeben an Costa del Sol spürbar

Zu spüren war das Erdbeben in Málaga selbst, aber auch in Torremolinos, Rincón de la Victoria und Alhaurín de la Torre. Das IGN hat einen Fragebogen für Bürger, die das Erdbeben gespürt haben, veröffentlicht. Dabei sollen Betroffene Angaben dazu machen, was sie gerade gemacht haben, als die Erde wackelte, wie sie das Erdbeben wahrgenommen haben, ob sich Gegenstände bewegt haben oder wie sie reagiert haben.

Das IGN sammelt solche Angaben nach Erdbeben wie dem in Málaga, um die Warnsysteme für die Bevölkerung in Spanien stetig zu verbessern. Auch erhofft sich das Institut Erkenntnisse darüber, wie stark die Schäden bei Erdbeben unterschiedlicher Stärke ausfallen. Übrigens: Den ersten Fragebogen dieser Art entwickelten die Behörden nach dem Erdbeben von Lissabon 1755. Damals starben bis zu 100.000 Menschen auf der Iberischen Halbinsel.

Málaga: Viertes Erdbeben an der Costa del Sol

Es ist nicht das erste Erdbeben an der Costa del Sol in der letzten Zeit: In der Gegend rund um Málaga wurden in der vergangenen Woche vier Erdbeben registriert, im ganzen September zwölf. Das stärkste davon war laut IGN das Erdbeben vom Sonntag, 4. September, mit einer Stärke von 4,1.

Erdbeben wie das in Málaga sind in Spanien kein Einzelfall, auch an der Costa Blanca vor allem im Süden - wackelt die Erde immer wieder, meist jedoch nur leicht. Dennoch, bei einem schweren Beben kamen 1829 bei Almoradí und Torrevieja fast 400 Menschen ums Leben. Und noch vielen im Gedächtnis ist auch das Erdbeben 2011 in Lorca, Region Murcia. Dabei starben neun Menschen, unzählige Gebäude wurden beschädigt. Der Süden der Provinz Alicante und Teile der Region Murcia gelten als Hochrisikogebiet für Erdbeben - neben Granada in Andalusien ist das Gebiet das anfälligste in Spanien. Beide liegen zwischen afrikanischer und eurasischer Platte, deren Verwerfungen hier nahe an die Oberfläche gelangen, 40 bis 50 Kilometer.

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