Kurz nach Beginn der Prozession des „Cautivo“ standen um die hundert Autos in dem Flussbett. Foto: Nicolas Hock

Flussbett als Parkplatz ausgewiesen

Málaga – nic. Ein ungewohntes Bild hat am Montag das Flussbett des Río Guadalmedina auf Höhe des Sta...

Málaga – nic. Ein ungewohntes Bild hat am Montag das Flussbett des Río Guadalmedina auf Höhe des Stadtteils Martíricos geboten. Da mit der Prozession des „Cautivo“ einer der Höhepunkte der Semana Santa von Málaga bevorstand und deshalb der große Parkplatz zwischen dem Rosaleda-Stadion und der Feuerwehr schon am frühen Nachmittag restlos überfüllt war, hatten illegale Parkeinweiser die neu ankommenden Autos in das trockene Flussbett hinabgeleitet, so dass dort bis zu hundert Fahrzeuge standen. Die in Málaga auch als „Gorrillas“ bezeichneten illegalen Parkeinweiser (von „ir de gorra“ – schnorren – Red.) hatten den ahnungslosen Autofahrern gegenüber behauptet, dass das Parken im Flussbett erlaubt sei, obwohl dafür eine ausdrückliche Genehmigung des andalusischen Wasserwirtschaftsverbands erforderlich ist, und auch noch einen Euro pro Auto kassiert. Als Anwohner dies der Ortspolizei meldeten, beschloss der für die Polizei zuständige Stadtrat Mario Cortés, keine Geldstrafen an die Autofahrer zu verhängen und die „Gorrillas“ an diesem Tag gewähren zu lassen. Am Dienstag ließ die Stadtverwaltung jedoch Betonblöcke in den Zufahrtsweg zum Flussbett an der Brücke „Puente de la Goleta“ setzen, damit sich die Situation vom Montag nicht wiederholt.

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