Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 2“ von TUI Cruises im Hafen von Málaga.
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„Mein Schiff 2“ der deutschen TUI Cruises beendete im vergangenen Juni die 15-monatige Durststrecke, während der in Málagas Hafen wegen Corona kein Kreuzfahrtschiff einlaufen konnte.

Normalisierung in Sicht

Hafen in Málaga: Zahl der Kreuzfahrtschiffe nimmt zu - Sektor lässt Corona hinter sich

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
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An die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die vor der Pandemie im Hafen einliefen, kommt Málaga aktuell noch nicht heran. Im kommenden Jahr aber soll sich der Kreuzfahrttourismus wieder weitgehend von der Corona-Krise erholen.

Málaga - Im Jahr 2019 liefen im Hafen von Málaga noch 271 Kreuzfahrtschiffe ein. Für 2020 wurden sogar noch einige mehr erwartet. Wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie blieb es jedoch bei nur zehn Schiffen. In der Folge mussten bis zu 15 Monate vergehen, ehe im Juni dieses Jahres in der Hauptstadt der Costa del Sol mal wieder ein Kreuzfahrtschiff vor Anker ging: die „Mein Schiff 2“ des deutschen Reiseveranstalters TUI Cruises.

Hafen in Málaga: Zahl der Kreuzfahrtschiffe nähert sich langsam jenen vor der Pandemie

Für den Kreuzfahrttourismus sind indes das Frühjahr und der Herbst und nicht der Sommer die Hauptreisezeiten. Bis Ende August trudelten in Málagas Hafen denn auch nur noch neun weitere Schiffe ein. In diesem Monat aber nimmt der Sektor wieder Fahrt auf. Allein am 15. September liefen mit der „Borealis“ von Fred Olsen Cruises, der „Marella Explorer“ von Marella Cruises und der „Viking Sky“ von Viking Ocean Cruises gleich drei Schiffe im Hafen ein. Am 30. September werden in Málaga sogar vier Schiffe zusammenkommen: die „Clio“ von Grand Circle Cruise Line, die „World Navigator“ von Mystic Cruises, die „Iona“ von P&O Cruises sowie die „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises.

Im Monat September werden in Málaga insgesamt 17 Kreuzfahrtschiffe erwartet, bis Ende des Jahres sollen über 50 Schiffe im Hafen angedockt haben. Eine weitgehende Normalisierung soll dann im kommenden Jahr erfolgen, in dem die Hafenverwaltung hofft, in der zweitgrößten Stadt in Andalusien mehr als 250 Schiffe willkommen heißen zu können. Wobei für die Tourismusbranche nicht nur die Zahl der Schiffe ein wichtiges Kriterium ist, sondern auch deren Auslastung. Zurzeit sind die Kapazitäten der Kreuzfahrtschiffe wegen Corona noch limitiert. Der Vorsitzende der Hafenverwaltung in Málaga, Carlos Rubio, hofft, dass dies 2022 nicht mehr der Fall sein wird.

Hafen in Málaga: Fachkongress soll dem Kreuzfahrttourismus neuen Schwung verleihen

Zur erneuten Belebung des Kreuzfahrttourismus in der Stadt soll nicht zuletzt auch ein Fachkongress beitragen, der am 21. und 22. Oktober in Málaga ausgetragen wird, und zwar im Auditorio Edgar Neville der Provinzregierung. Organisiert wird der Kongress, dessen erste Auflage vergangenes Jahr in Sevilla stattgefunden hatte, von Suncruise Andalucía, einer von den sieben größten Häfen der Region begründeten Vereinigung. Neben den Repräsentanten dieser Häfen sowie des Tourismussektors der Costa del Sol werden zum Kongress auch Vertreter von sechs der im Segment des Kreuzfahrttourismus wichtigsten Reedereien – MSC Crociere, Costa Crociere, Seadream Yacht Club, Silversea Cruises, Oceania Cruises und Emerald Cruises – erwartet.

Auf dem Kongress soll darüber gefachsimpelt werden, wie es für den Kreuzfahrttourismus nach Corona weitergehen soll. Hierzu werden mehr als 50 Redner ihre Expertenmeinungen kundtun. Die Reaktivierung des Marktes dürfte ebenfalls im Vordergrund stehen. Laut dem Vorsitzenden von Suncruise, José García, sind erst 56 Prozent der weltweiten Flotte an Kreuzfahrtschiffen wieder auf den Meeren unterwegs. García glaubt, dass es bis Ende des Jahres 80 Prozent und bis Ende nächsten Jahres 100 Prozent sein werden. Der Kreuzfahrttourismus ist schließlich eines der touristischen Segmente gewesen, das am stärksten unter der Corona-Krise gelitten hat, zusammen mit dem Kongress- und dem Eventtourismus.

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