Fünf Personen mit Warnweste und Bauhelm stehen vor einem unfertigen Gebäude.
+
Die Arbeiten zur Erweiterung des Krankenhauses in Marbella sollen bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Mit oder ohne neuen Etat

Krankenhaus in Marbella: Ausbau wieder angelaufen - Finanzierung gesichert

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
    schließen

Über eine Dekade hatten die Erweiterungsarbeiten des Hospital Costa del Sol in Marbella stillgestanden. Nachdem das Projekt im Sommer reaktiviert wurde, sind die Arbeiten nun wieder aufgenommen worden.

Marbella - Die Arbeiten zur Erweiterung des Hospital Costa del Sol in Marbella sind wieder aufgenommen worden. Bürgermeisterin Angeles Muñoz (PP) und der andalusische Regierungschef Juanma Moreno haben vor wenigen Tagen ihrem Neustart beigewohnt. Die Arbeiten waren vor über einer Dekade bereits eingestellt worden. Erst im vergangenen Sommer hatte die Landesregierung von Andalusien das Projekt wieder reaktiviert.

Hospital in Marbella: Größere Intensivstation, mehr Operationssäle und Betten

Das Krankenhaus soll eine Fläche von 38.000 Quadratmeter hinzugewinnen. Dies wird die Verdoppelung der Kapazitäten der Intensivstation sowie die Einrichtung von vier zusätzlichen Operationssälen ermöglichen. Außerdem wird man die Zahl der Krankenhausbetten deutlich aufstocken können, ebenso wie die Zahl der Sprechzimmer sowie der Diagnose-, Behandlungs- und Observationsräume, auf den Stationen wie auch in der Notaufnahme.

Nach dem Ausbau soll das Hospital auch mehr medizinische Fachgebiete als bisher abdecken, wie etwa Radiotherapie, Neurologie, Psychiatrie oder auch Paliativpflege. Patienten aus dem Gesundheitsdistrikt Costa del Sol müssen für Betreuungen bislang das Hospital Virgen de la Victoria in Málaga aufsuchen. Dieses soll mit dem Ausbau des Krankenhauses in Marbella entlastet werden, nicht zuletzt um die immer länger werdenden Wartezeiten für Patienten zu reduzieren.

Hospital in Marbella: Projekt durch Ablehnung des Etats für 2022 nicht gefährdet

Die Erweiterung des Krankenhauses soll bis Mitte 2023 abgeschlossen werden. In die Arbeiten wird das Landesgesundheitsministerium 44 Millionen Euro investieren, mit der Ausstattung des neuen Anbaus erhöht sich die Summe auf 76 Millionen. Obwohl der Haushaltsplan seines Kabinetts für 2022 vom regionalen Parlament zurückgewiesen worden ist und der diesjährige wohl verlängert werden muss, sei die Finanzierung gesichert, beteuert Juanma Moreno.

Das gelte auch für den Bau eines neuen Gesundheitszentrums in Marbellas Stadtteil San Pedro, der ebenfalls im abgelehnten Etat vorgesehen war. Ebenso wie der geplante Bau eines weiteren Gesundheitszentrums in der unweit gelegenen Gemeinde Fuengirola. Und für die Ausarbeitung der Baupläne zur Errichtung eines neuen Krankenhauses in der Provinzhauptstadt Málaga will die Landesregierung im kommenden Jahr - ebenfalls mit oder ohne Haushalt - 9,4 Millionen Euro bereitstsellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare