Zwei Politiker schauen sich die Pläne eines Bauprojketes an.
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Der andalusische Präsident Juanma Moreno (r.) hat in Málaga das Projekt für den Krankenhausbau vorgestellt.

Projekt vorgestellt

Größtes Hospital in Andalusien: Krankenhausbau in Málaga geplant

  • José Antonio Nieto
    VonJosé Antonio Nieto
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Málaga soll ein neues Krankenhaus bekommen. Das Hospital soll nach seiner Fertigstellung das größte in Andalusien sein. Ein Zeitplan für den Bau ist aber noch nicht konkretisiert worden.

Málaga - Málaga ist neben der Hauptstadt Sevilla die zweite wirtschaftliche, touristische und auch kulturelle Lokomotive der Region Andalusien im Süden von Spanien. Was sich nicht zuletzt auch in der demografischen Entwicklung niederschlägt. In den letzten 25 Jahren hat die gesamte Provinz Málaga rund 500.000 Einwohner hinzugewonnen. Mit dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt gehalten hat indes die Ausstattung des Gesundheitswesens. Bei der Zahl der Krankenhausbetten pro Einwohner rangiert die Metropole an der Costa del Sol im andalusischen Vergleich sogar an letzter Stelle. Ein Defizit, das die Landesregierung mit dem Bau eines neuen Hospitals nun wettmachen will.

MálagaStadt in Andalusien
Fläche398,25 Quadratkilometer
Einwohner578.460 (Stand 2020)
ProvinzMálaga

Eine Projektgesellschaft des Architekturbüros Lamela und des auf den Bau von Krankenhäusern spezialisierten Unternehmens Aidhos war im vergangenen Februar für knapp eine Million Euro mit der Planung des Bauprojektes beauftragt worden. Das Ergebnis hat der andalusische Ministerpräsident Juanma Moreno jüngst in Málaga präsentiert. Entstehen soll das neue Hospital auf einem Gelände neben dem Hospital Civil, welches die Provinzregierung Málagas der Landesregierung zu Beginn des Jahres hierfür abgetreten hatte. Mit einer bebauten Fläche von 270.300 Quadratmetern soll das Krankenhaus nach seiner Fertigstellung das größte in Andalusien sein.

Größtes Hospital in Andalusien: 810 Krankenzimmer, 42 Operationssäle und 62 Intensivbetten

Das Gebäude wird über drei Untergeschosse verfügen und einen Sockel mit vier Etagen, in dem unter anderem die fast 200 Sprechzimmer für externe Sprechstunden untergebracht werden sollen. Über diesem Sockel werden vier Gebäudetrakte mit jeweils acht zusätzlichen Stockwerken hinausragen, über welche die 810 Zimmer für Patienten in stationärer Behandlung verteilt sein werden. Außerdem wird das künftige Krankenhaus noch über 42 Operationssäle, 66 Intensivbetten, eine 9.200 Quadratmeter große Notaufnahme sowie ein Parkhaus mit 2.000 Stellplätzen verfügen. Und mit einem Runway über die Avenida Arroyo de los Angeles wird das Hospital direkt mit dem anliegenden Mutter-Kind-Krankenhaus verbunden sein.

Noch völlig offen ist, wann das Mega-Krankenhaus seinen Betrieb aufnehmen kann, denn ein konkreter Zeitplan muss noch festgelegt werden. Erst sind noch einige behördliche Prozesse zu bewältigen und für den doch recht aufwendigen und komplexen Bau, der frühestens 2022 starten könnte, dürften auch noch einige Jahre veranschlagt werden. Von heute auf morgen sei das Projekt nicht zu realisieren, erklärte der andalusische Regierungschef Juanma Moreno anlässlich seiner Präsentation, aber der Startschuss sei gegeben und ein Zurück gebe es nicht mehr. Auf jeden Fall werde seine Regierung alles daran setzen, um die in der Vergangenheit bei derartigen Bauprojketen leider viel zu oft üblichen Verzögerungen zu verhindern, versicherte Moreno.

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