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Weißes Bergdorf Casares im Hinterland von Málaga: Das perfekte Selfie

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Von: Sandra Gyurasits

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Ein Pfahl mit Halterungen für ein Smartphone steht vor der Kulisse des weißen Bergdorfes Casares.
Zu Besuch im „kleinen Andalusien“: Das Bergdorf Casares bietet den Hintergrund für das perfekte Selfie. © Rathaus Casares

Wer das perfekte Selfie sucht, muss ins weiße Bergdorf Casares im Hinterland von Málaga. Der Ort hat neben einem Postkarten-Hintergrund auch eine Menge Geschichte zu bieten.

Casares – Es muss ja nicht immer die glamouröse Küste von Málaga sein. Auch das Hinterland der Costa del Sol hat Besuchern viel zu bieten, so wie das weiße andalusische Bergdorf Casares rund 22 Kilometer von Estepona entfernt. Casares mit 7.350 Einwohnern ist zwar keine Unbekannte auf der touristischen Landkarte von Andalusien. Dennoch gibt es immer neues zu entdecken, was an der reichen Geschichte liegt, die bis weit ins 1. Jahrtausend vor Christus zurückreicht.

Dabei ragt eine Persönlichkeit hervor: Der am 5. Juli 1885 in Casares geborene Rechtsanwalt Blas Infante, der als Vater der Autonomiebewegung von Andalusien gilt und zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs (1936-39) von Francos Truppen hingerichtet wurde.

Casares
Fläche160 km²
Bevölkerung6.121 (2018) Instituto Nacional de Estadística
ProvinzProvinz Málaga

Mit Blick auf den 28. Februar, an dem Andalusien seine Autonomie feiert, bietet das Rathaus von Casares im Februar und März kostenlose geführte Touren für Touristen durch die Gemeinde an. Auf dem Programm stehen die Besichtigung des Geburtshauses von Blas Infante, in dem er am 11. August 1936 gefangen genommen und an einer Straße bei Sevilla erschossen wurde, und ein Rundgang durch die Straßen des maurischen Bergdorfs im Hinterland von Málaga.

Zu Besuch im „kleinen Andalusien“: Bergdorf Casares bietet den Hintergrund für das perfekte Selfie

Eine Art Interpretationszentrum unter freiem Himmel, das im Rahmen der Kampagne „Casares, das kleine Andalusien“ kreiert wurde, zeigt sechs Informationstafeln. Auf diesen handgefertigten Mosaiken erklärt Blas Infante die Bedeutung der andalusischen Symbole, wie Flagge, Wappen, Leitspruch, Hymne, das andalusische Parlament und der Tag von Andalusien.

Wer Casares mit seinem Smartphone auf eigene Faust erkunden will, dem wird ein Selfie-Rundgang durch die Altstadt geboten. Vier Punkte wurden als perfekter Hintergrund für das Selbstportrait auserkoren, die Straßen Calle Molino, Barrio Alto, Barrio Bajo und der Ortsteil Los Ponis. Damit der Besucher sich bequem und vor allem gefahrlos selbst fotografieren kann, wurden Pfähle mit Halterungen installiert, auf denen das Smartphone sicher platziert werden kann. In Kürze soll es ein weiteres Highlight geben. Das Grundstück in der Calle Barrio Bajo, auf dem der Selfie-Pfosten steht, soll in einen Garten umgewandelt werden mit einer Sitzbank und einer Wandmalerei im Hintergrund, auf der „Bésame en Casares“ (Küss mich in Casares) steht.

Ein Pfahl mit Halterung für ein Smartphone steht in einem Innenhof mit einer Sitzbank und der Aufschrift an der Wand: „Bésame en Casares“.
Zu Besuch im „kleinen Andalusien“: Casares lädt zu einem Kuss-Selfie in einer eigens dafür arrangierten Kulisse ein. © Rathaus Casares

Auf Entdeckungsreise im weißen Bergdorf Casares: Ein Graffiti mit Kinderträumen als Entschädigung

Apropos Wandmalerei: Der Street-Art-Künstler Curro Sedano aus Casares hat in dem Bezirk El Secadera ein sehenswertes Werk auf eine Mauer gesprüht. Abgebildet ist eine Weltkarte, in der die Träume von Kindern festgehalten werden. Das Projekt wurde im Rahmen des Kooperationsvertrags zwischen dem Rathaus von Casares und dem weltweit größten Baustoffkonzern, Hanson-HeidelbergCement mit Hauptsitz in Heidelberg, realisiert. HeidelbergCement baut in dem Steinbruch Urtrea im nahe gelegenen Manilva Kalkstein ab und fördert im Gegenzug soziale, kulturelle, sportliche und ökologische Aktivitäten.

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