Málaga zu Fuß erkunden

Spaziergang am Strand von Málaga bietet jede Menge Abwechslung

  • vonNicolas Hock
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Die Promenade Málagas vom Hafen bis zum Stadtteil El Palo entlang zu laufen, hat seinen Reiz. Denn auf jedem Abschnitt wechselt das Ambiente.

  • Ein Spaziergang entlang der Strandpromenade von Málaga bietet Abwechslung.
  • Vom Zentrum bis ans Ende des Stadtteils El Palo benötigt man maximal zwei Stunden.
  • Höhepunkte sind der schicke Hafen und die urigen Fischrestaurants von El Palo.

Málaga - An warmen Frühlingstagen mit vom Coronavirus bedingt eingeschränktem Bewegungsradius bietet es sich an, Málaga bei einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Strandes zu erkunden. Vom Zentrum bis zum Ende des Stadtteils El Palo, wo sich das berühmte Fischrestaurant „El Tintero“ befindet, sind es rund sieben Kilometer, für die man eine reine Gehzeit von eineinhalb bis zwei Stunden benötigt, doch die zahlreichen Strandbars, Kneipen und Fischrestaurants unterwegs laden immer wieder zu einer Pause ein. Und wer den Weg nicht mehr zurücklaufen will, nimmt ganz einfach einen Stadtbus.

Startpunkt des Spaziergangs ist der Eingang zum Hafen von Málaga. Von hier aus geht es nach links an dem netten Palmengarten Palmeral de las Sorpresas“ vorbei und danach entlang der mit Restaurants gesäumten Einkaufsmeile „Muelle Uno“.

Am Leuchtturm vorbei durch den Stadtteil La Malagueta

An deren Ende kann man den alten Leuchtturm von Málaga bewundern, der bereits seit dem Jahr 1818 in Betrieb ist und nach den Plänen der Stadtverwaltung durch einen neuen ersetzt und zum Museum umgebaut werden soll. Hier beginnt dann auch die Strandpromenade, die bis zum Ziel nur eine einzige Unterbrechung hat. Zunächst geht es am Strand des Stadtteils La Malagueta vorbei, dem größten Sandstrand in Zentrumsnähe, wo es auch mehrere Strandbars gibt, die Fischgerichte und Cocktails anbieten. Sehenswert ist auf diesem Abschnitt das dem Strand gegenüber liegende Hotel Miramar, das schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eines der luxuriösesten Hotels der Stadt war und erst vor wenigen Jahren nach einer umfassenden Restaurierung wiedereröffnet wurde. Danach verläuft die Promenade durch den Stadtteil La Caleta, wo es keinen Sandstrand, dafür aber zwei Plattformen mit Fitnessgeräten für Sportbegeisterte gibt.

Dann verengt sich die Promenade plötzlich zu einem Gehsteig. Dieser führt auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer an den Baños del Carmen und am ehemaligen Campingplatz mit seinem kleinen Eukalyptus-Wäldchen vorbei. Die Baños del Carmen waren einst ein mondänes Seebad, das im Jahr 1918 eröffnet wurde, heute beherbergen sie ein Restaurant, das sowohl in Schickimicki- als auch in alternativen Kreisen angesagt ist. Hinter dem Grundstück des alten Campingplatzes, der gerade in einen Park umgebaut wird, führt eine Gasse nach rechts Richtung Meer. Hier beginnt wieder die Strandpromenade, die bis zum Ende von El Palo keine Unterbrechung mehr hat.

Zwei verschiedene Welten in Pedregalejo und El Palo

Zuerst geht es durch den Stadtteil Pedregalejo, dann kommt El Palo. Beide Stadtteile sind durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden, die über das trockene Flussbett des Arroyo Jaboneros führt. Von dieser Brücke aus hat man einen schönen Blick auf den Monte San Antón, einen etwa 500 Meter hohen Berg, den man fast vom gesamten Stadtgebiet aus sieht. In Pedregalejo gibt es auf der linken Seite der Promenade eine Kneipe neben der anderen. Diese sind fast allesamt sehr schick und haben ein Klientel, das sich überwiegend aus jungen ausländischen Sprachschülern und einheimischen Yuppies zusammensetzt.

Im Stadtteil La Malagueta reiht sich ein schickes Restaurant an das andere.

Ganz anders ist das Ambiente in El Palo. Hier sind fast nur einfache Leute aus Málaga aller Altergsruppen anzutreffen und kaum Touristen. Einen besonderen Reiz haben die niedrigen Häuser gegenüber der Promenade, die einst Fischerhäuser waren oder immer noch im Besitz von Fischern sind. Die Fischfangtradition von El Palo bemerkt man auch an zahlreichen, am Strand aufgebockten Booten, in denen über Holzkohle die für Málaga typischen Sardinenspieße gegrillt werden.

Der Klassiker unter den Fischrestaurants: El Tintero

Und an den zahlreichen einfachen Fischrestaurants, in denen es die beliebte Fischspezialität „Rosada“ plus Beilage für wenig Geld gibt. Zwar gibt es kaum Qualitätsunterschiede, doch das letzte Restaurant „El Tintero“ hat darin seinen Reiz, dass hier die Gäste ihr Essen nicht wie anderswo üblich bestellen müssen: Die Kellner laufen mit Tellern mit den fertigen Gerichten durch das Lokal und rufen laut, was sie haben, woraufhin die Gäste die Hände heben oder „Hier“ schreien, falls sie das entsprechende Gericht haben wollen.

Typisch für den Stadtteil El Palo sind die Holzboote, in denen über Holzkohle Sardinenspieße gegrillt werden.

Wer - sobald es die Corona-Ausgangssperre wieder erlaubt - mit dem Bus nach Málaga kommt, steigt an der großen Haltestelle am Hafen aus, die direkt neben dessen Haupteingang liegt. Wer mit dem Auto anreist, kann in der dem Hafeneingang gegenüber liegenden Tiefgarage unter der Plaza de la Marina parken.

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