Kamelritt in der Mongolei: Anne-Silja Schmidt Winkler und Simon Winkler mit ihrem Sohn Noah. Finn war zu diesem Zeitpunkt noch im Bauch. Foto: privat

Rollendes Familienidyll

Mijas - lk. Büro, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Bad auf etwa sechs Quadratmetern und auf vier Räder...

Mijas - lk. Büro, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Bad auf etwa sechs Quadratmetern und auf vier Rädern – die eigenen vier Wände von Simon Winkler und Anne-Silja Schmidt-Winkler bewegen sich ständig. Bewegt ist auch ihr Leben, denn mit ihren beiden Söhnen Noah (11) und Finn (6) reisen sie zurzeit durch Europa. Als sich die beiden 2002 in Indien kennenlernten, war ihnen klar, dass sie beide leidenschaftlich gern reisen. Simon war gerade in Indien unterwegs und Anne betreute ein Frauenprojekt mit Ureinwohnern. Bewusst war ihnen auch, dass sie sich nicht in eine Schublade pressen lassen wollen. Der Südtiroler Simon ist gelernter Schlosser und kann nun als Konstrukteur für seinen Chef in Deutschland online von allen Winkeln der Erde arbeiten. Anne hat als Hebamme gearbeitet und ist auch Heilpraktikerin. Im Moment kümmert sie sich in erster Linie um ihre beiden Söhne. „Anne ist unsere beste Krankenversicherung“, sagt Simon und zwinkert seiner Frau zu. Von Indien aus reiste Simon zurück nach Südtirol und wollte Anne mit dem Motorrad abholen, doch ein Motorradunfall, bei dem er sich lediglich den großen Zeh brach, führte dazu, dass er seinen Plan verwarf. Wink des Schicksals Den Unfall verstand er als Wink des Schicksals, denn wäre er losgefahren, wäre er mitten in die damalige Afghanistankrise geraten. Sie lebten eine Zeit lang in München, dann in Südtirol, wo ihr erster Sohn geboren wurde. Nach einigen Jahren in Bremen, wo Anne eine Ausbildung zur Hebamme absolvierte, packte sie erneut das Fernweh. Und so bauten sie ein Wohnmobil aus und zogen 2012 mit dem damals vierjährigen Noah los. Etwa ein halbes Jahr lang waren sie im Balkan unterwegs. Vorher haben beide viel gearbeitet, sodass Noah fremdbetreut war. „Da Noah seinen Geburtstag an Heiligabend mit seinen Freunden in Deutschland feiern wollte, sind wir erst einmal zurückgefahren, um von dort in die Schweiz zu ziehen“, erklärt Anne. Sie war erneut schwanger und arbeitete bis zum sechsten Monat als Hebamme.

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