|bty||14.10.2019, Spanien, El Prat: Befürworter der Unabhängigkeit von Katalonien demonstrieren am Flughafen El Prat in Barcelona gegen das Urteil des Obersten Gerichts. Im ebenso historischen wie umstrittenen Prozess gegen die katalanischen Separatistenführer sind neun Angeklagte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. (Wiederholung mit verändertem Bildausschnitt) Foto: Bernat Armangue/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++|

Mit sozialem Engagement

In allen Feriengebieten Spaniens ist die Situation ähnlich: Der ausländische Bevölkerungsanteil wäch...

In allen Feriengebieten Spaniens ist die Situation ähnlich: Der ausländische Bevölkerungsanteil wächst. Deshalb bemühen sich viele Gemeinde- und Stadtverwaltungen, die Zugezogenen ins Alltagsleben zu integrieren. Sich in ihrer Wahlheimat zurechtzufinden, ist trotzdem nicht immer leicht für Menschen aus anderen Kulturkreisen. Mentalität und Lebensart sind fremd, die Sprache meist ein Buch mit sieben Siegeln. Über die Kultur und das menschliche Miteinander können Andalusien-Neulinge vielleicht mehr bei einem Glas Wein und einer Tapa lernen, auch die ersten spanischen Worte mögen dadurch beflügelt werden, aber in ernsteren Lebenssituationen müssen viele ausländische Residenten dann ernüchtert feststellen, dass die Sprache ihrer Wahlheimat sich zu einer großen Barriere auftürmen kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man selbst oder ein Familienmitglied ernsthaft krank wird und man nicht darum herumkommt, die heimischen Ärzte in den Gesundheitszentren oder Krankenhäusern zu Rate zu ziehen und sich behandeln zu lassen. In solch schwierigen Momenten, in denen sich ein Mensch sogar in der eigenen Heimat eine gewisse Hilflosigkeit fühlt, kann sich der Traum vom Leben im südlichen Paradies aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse schnell in einen Albtraum verwandeln. Eine Erfahrung, die viele Ausländer bereits machen mussten. David Milne Gordon ist Brite, lebt seit über 20 Jahren in seiner Wahlheimat Estepona, ist gut integriert, der spanischen Sprache mächtig und hat obendrein eine soziale Ader. Er ist derjenige, der in der Stadt Estepona die eine Gruppe von Freiwilligen koordiniert, die anderen Ausländern in derart schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen. Seit 1999 engagiert er sich in der Initiative „Interpreters voluntarios“, die schon vor etwa dreißig Jahren von einer belgischen Mitarbeiterin der Stadtverwaltung von Estepona ins Leben gerufen wurde und unter den Fittichen der Residentenabteilung steht.

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