Ilegale Party

Mord an DJ in Spanien: Zwei Deutsche in Málaga verhaftet

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
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In Málaga sind zwei Deutsche verhaftet worden. Sie sollen in einen DJ-Mord in Spanien verwickelt sein.

Málaga - Zwei Deutsche sind in Spanien im Zusammenhang mit der
Tötung eines DJ in Marbella festgenommen worden. Die beiden Männer seien am Dienstag, 30. März, rund 36 Stunden nach der Tat in Málaga in Andalusien gefasst worden, teilte die Polizei mit. Sie seien kurz davor gewesen, das Land zu verlassen.

MarbellaGroßstadt in Spanien
Fläche114,3 km²
Bevölkerung141.463 (Stand 2018)
ProvinzProvinz Málaga
Autonome GemeinschaftAndalusien

Nach DJ-Mord zwei Deutsche in Spanien verhaftet: Hauptverdächtiger und Komplize

Bei den in Spanien verhafteten Deutschen handelt es sich um einen 30-Jährigen und einen 28-Jährigen. Der Ältere gilt als Hauptverdächtiger des Mordes an dem DJ, außerdem werden ihm unterlassene Hilfeleistung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Der Jüngere soll den Mord an dem DJ in Marbella vertuscht haben, hieß es von der Polizei.

Die Tat hatte sich den amtlichen Angaben zufolge in der Nacht zum
Montag in einer Villa im Nobelbadeort Marbella an der Costa del Sol ereignet. Ein 40-jähriger Spanier, der auf einer illegalen Party als DJ die Musik auflegte, wurde aus noch unbekannten Gründen mit einem Schuss in den Hals getötet. Offenbar waren während der Feier mehrere Schüsse gefallen, einer davon traf den DJ im Hals. Die Polizei entdeckte die Leiche des Mannes am Montag in der inzwischen leeren Villa in der Wohnsiedlung Guadalmina. Das Haus war den Erkenntnissen zufolge das Wochenende über für die Party angemietet worden - Feiern sind in Andalusien wegen der Corona-Lage weiterhin verboten, Ferienvermietung ist aber erlaubt.

Nach DJ-Mord in Marbella: Ob die Deutschen in Spanien wohnen, ist unklar

Die Ermittlungen seien in vollem Gange, weitere Festnahmen seien
nicht ausgeschlossen, ließen die Sicherheitsbehörden wissen. Woher aus Deutschland die beiden festgenommenen Männer stammen, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Es blieb auch unbekannt, ob sie in Spanien wohnen oder sich als Touristen in Málaga aufhielten. Erst kürzlich hatten Deutsche an der Costa del Sol für Schlagzeilen gesorgt, weil sie in illegalen Waffenhandel verstrickt sein sollen. Im Zuge der Ermittlungen wurde bei einem der Verhafteten auch ein privates „Nazi-Museum“ gefunden.

Rubriklistenbild: © Policía Nacional

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