Ein Schwarzer Panther liegt auf dem Boden.
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Einen Schwarzen Panther wie diesen wollen Dorfbewohner in Andalusien gesehen haben.

Bewohner verängstigt

Spanien: Panther spurlos verschwunden - Verängstigte Dorfbewohner

  • vonJudith Finsterbusch
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Mehrere Einwohner des Dorfes Ventas de Huelma in Andalusien wollen einen Panther gesehen haben. Die Polizei hat Kratzspuren gefunden und die Ermittlungen aufgenommen.

Update, 25. September: Die Guardia Civil hat die Suche nach dem Panther in dem kleinen Dorf Ventas de Huelma in Andalusien eingestellt. Auch die Fallen, mit denen das Tier gefangen werden sollten, wurden abgebaut, ebenso die Drohnen abgezogen. Bürgermeister Miguel Ortiz bittet die Einwohner dennoch weiterhin um Vorsicht. „Es bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack, denn es besteht kein Zweifel daran, dass dieses arme Tier - ohne die Schuld daran zu haben - irgendwie in unserer Gemeinde gelandet ist und nicht eingefangen werden konnte“, so der Bürgermeister.

Schwarzer Panther
GewichtLeopard: 31kg, Jaguar: 56-96kg
LebenserwartungLeopard: 12-17 Jahre, Jaguar: 12-15 Jahre
HöheLeopard: 60-70cm, Jaguar: 63-67cm
LängeLeopard: 90-160cm, Jaguar: 1,2-2m

Ventas de Huelma - Die 650 Bewohner des Dorfes Ventas de Huelma im Süden von Spanien sind verängstigt: Mehrere Dorfbewohner behaupten steif und fest, einen Panther gesehen zu haben - und zwar zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten. Das kleine Dorf befindet sich in der Provinz Granada in Andalusien und hat jetzt sogar die spanische Polizei auf den Plan gerufen.

Panther in Spanien gesichtet: Polizei ermittelt in Andalusien

Die Umwelteinheit der Guardia Civil in Spanien, Seprona, durchkämmt das Dorf in Andalusien nach dem großen, schwarzen Tier. Dass es sich dabei wirklich um einen Panther handelt, ist zweifelhaft. Vielmehr vermuten die Ermittler eine auffällig große Katze oder vielleicht auch einen Hund hinter den angeblichen Panther-Sichtungen.

Ein Profi-Fotograf hatte am Donnerstag (17. September) Aufnahmen eines schwarzen Tiers in der Gemeinde Ventas de Huelma im Süden von Spanien gemacht. Sie zeigen eine große, schwarze Katze, die möglicherweise von einigen Dorfbewohnern mit einem Panther verwechselt wurde. Die ersten Panther-Sichtungen meldeten Bürger bereits am 11. September*, wie tz.de* berichtet. Die Polizei fand schließlich Kratzspuren an einer Finca bei dem Dorf in Andalusien. Wie das Rathaus von Ventas de Huelma allerdings mittlerweile über Soziale Medien bekannt gab, handelt es sich dabei vermutlich um Spuren eines Hundes.

Panther in Spanien gesichtet: Tierexperte stellt Fallen in Andalusien auf

Der Polizeieinsatz im Süden von Spanien läuft unterdessen weiter, die Ermittler durchkämmen das Gebiet, in dem die meisten Panther-Sichtungen stattgefunden haben sollen. Dort haben die Verantwortlichen auch Fallen aufgestellt, um die mutmaßliche Wildkatze zu fangen, ohne sie zu verletzen. Ein Tiertrainer reiste eigens aus Valencia nach Andalusien, um die Fallen zu überwachen.

Das Rathaus im Dorf hat die Bürger der Gemeinde im Süden von Spanien währenddessen aufgefordert, vorsichtig zu sein. Auch die Guardia Civil bittet die Bevölkerung, möglichst keine abgelegeneren oder ländlichen Gebiete aufzusuchen - und wenn doch, dabei höchste Vorsicht walten zu lassen. Eine Aufforderung, der einige Bewohner von Ventas de Huelma nur zu gerne nachkommen: „Ich habe sehr große Angst. Bei uns zu Hause gehen wir alle kaum noch raus, sondern nur ans Fenster, um vielleicht den Panther zu sehen“, sagte eine Bewohnerin des Dorfs in Andalusien dem spanischen Nachrichtensender „24Horas“.

Auch Galicien hat zuletzt mit gefährlichen Tieren zu kämpfen - wenn auch ganz anderer Art. Im Nordwesten von Spanien haben in den letzten Tagen vermehrt Schwertwale Segelboote angegriffen. Sollte es sich bei dem Tier in Andalusien tatsächlich um einen Panther handeln, bleibt die Frage, woher es stammt. Panther leben in freier Wildbahn lediglich in Afrika und Asien - Spanien gilt aber als europäischer Umschlagplatz für illegalen Handel mit exotischen Tieren. Ein Panther ist eigentlich ein Jaguar oder Leopard, der aber nicht die typischen Flecken auf dem Fell aufweist, sondern durchgehend schwarz ist. Je nachdem, wie das Licht fällt, ist die Fellmusterung aber immer noch schwach zu erkennen. *costanachrichten.com und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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